Parisot Industrie, ein in den Vogesen und der Haute-Saône ansässiger Hersteller von zerlegten Möbeln, wurde am Montag vom Handelsgericht unter Zwangsverwaltung gestellt. Das Unternehmen beschäftigt rund 400 Mitarbeiter und beliefert mehrere nationale Möbelhändler, darunter But, Conforama und Leroy Merlin. Diese Entscheidung folgt nur eine Woche nach dem gleichen Urteil für CBA Meubles (ehemals Demeyere), eine weitere Tochtergesellschaft der P3G-Gruppe, zu der auch Parisot Industrie gehört.
Ein durch die Krise geschwächter Sektor
Der Markt für Einsteigermöbel befindet sich in einer schwierigen Lage und wird stark vom Rückgang der Konsumausgaben französischer Haushalte getroffen. Die Wohnungskrise verschärft die Situation zusätzlich, da der Bedarf an Möbeln in Neubauten sinkt. Französische Hersteller von Selbstbaumöbeln leiden zudem unter ausländischer Konkurrenz und veränderten Konsumgewohnheiten.
Die Insolvenzverwaltung verdeutlicht die Anfälligkeit eines seit Langem in Ostfrankreich ansässigen Industriezweigs. Das Gericht muss nun Übernahme- oder Fortführungsvorschläge prüfen, um Arbeitsplätze in den betroffenen Gebieten der Départements Vosges und Haute-Saône zu erhalten. Der Anwalt des Unternehmens bestätigte die am Montag eingeleiteten Verfahren, ohne jedoch einen Termin für die anstehenden Anhörungen zu nennen.
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