JOTT erwarb für 3 Millionen Euro einen vom Gericht genehmigten begrenzten Stellenabbauplan.
JOTT erwarb für 3 Millionen Euro einen vom Gericht genehmigten begrenzten Stellenabbauplan.

Die in Marseille ansässige Marke JOTT, die seit Dezember unter gerichtlicher Verwaltung stand, wurde von der Amoniss-Gruppe übernommen, zu der bereits mehrere andere Marken wie Pimkie und Chevignon gehören. Das Handelsgericht genehmigte das Angebot in Höhe von 3 Millionen Euro, das einem Konkurrenzangebot, insbesondere eines der Gründer der Marke, vorgezogen wurde.

Der ausgewählte Plan sieht den Erhalt von rund 70 % der Belegschaft und den Weiterbetrieb von 27 der 40 firmeneigenen Filialen vor. Das Konkurrenzangebot, genannt „Projekt Mars“, beinhaltete eine deutlich eingeschränktere Übernahme mit nur 30 % der Mitarbeiter, dem Erhalt von 15 Filialen und einem Finanzpaket von unter einer Million Euro.

Zu schnelles Wachstum ist die Hauptursache der Schwierigkeiten

Das Gericht hob Amoniss' Erfahrung in der Restrukturierung von Unternehmen der Textilbranche hervor, um seine Entscheidung zu begründen. Der Konzern beabsichtigt, seine Lieferketten und sein Know-how zu nutzen, um eine Marke wiederzubeleben, die auf dem französischen Markt nach wie vor hohes Ansehen genießt.

JOTT wurde 2010 gegründet und expandierte rasant, insbesondere nach der Investition des L Catterton Fonds im Jahr 2021. Dieses Wachstum ging jedoch mit einer hohen Verschuldung und einem geschwächten Geschäftsmodell einher, das sich hauptsächlich auf ein einziges Produkt und ein stark saisonabhängiges Geschäft stützte. Bis 2025 erwirtschaftete das Unternehmen in Frankreich einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro und beschäftigte 254 Mitarbeiter, häufte jedoch über mehrere Monate des Jahres Verluste an, was schließlich zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens führte.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.