HSBC erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 14,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 27 % gegenüber dem Vorjahr. Auch der Vorsteuergewinn stieg um 23 % auf 19,5 Milliarden US-Dollar. Die Bank führt diese Verbesserung auf höhere Zinserträge und gestiegene Gebühreneinnahmen zurück.
Aufgrund dieser Ergebnisse plant der britische Konzern, vor Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde US-Dollar zurückzukaufen. Der Verwaltungsrat hat zudem die Ausschüttung einer zweiten Zwischendividende von 0,10 US-Dollar je Aktie beschlossen.
Erhebliche Verluste stecken hinter den Rekordergebnissen
HSBC nimmt die Aktienrückkäufe wieder auf, nachdem sie diese im Zuge der geplanten vollständigen Übernahme der Hang Seng Bank ausgesetzt hatte. Diese Maßnahme reduziert in der Regel die Anzahl der ausstehenden Aktien und kann deren Wert stützen, während gleichzeitig ein Teil des verfügbaren Kapitals an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Die Ergebnisse sind jedoch weiterhin von erwarteten Kreditverlusten in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar geprägt, 400 Millionen US-Dollar mehr als im Vorjahr. HSBC verbuchte zudem einen Verlust von 400 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit einem Betrugsfall um einen britischen Investor sowie einen Verlust von 200 Millionen US-Dollar im Hongkonger Gewerbeimmobilienbereich. Die Bank setzt daher ihre globale Restrukturierung und den Verkauf mehrerer Geschäftsbereiche fort, um ihre Ressourcen auf ihre profitabelsten Märkte zu konzentrieren.
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