Venezuela hat mit General Electric eine Vereinbarung zur Modernisierung seines Stromnetzes getroffen, das seit Jahren unter häufigen Stromausfällen leidet. Die Ankündigung erfolgte am Montag durch Interimspräsidentin Delcy Rodríguez bei einer Zeremonie im Präsidentenpalast in Caracas.
Laut venezolanischen Behörden soll diese Partnerschaft in den ersten zwei Jahren die Wiederherstellung einer elektrischen Kapazität von 1.000 Megawatt ermöglichen. Die Regierung hofft, diesen Zuwachs innerhalb von vier Jahren auf über 5.000 Megawatt zu steigern. Der Bedarf ist enorm, da das Land derzeit etwa 12.000 Megawatt produziert, während der tägliche Verbrauch auf fast 14.000 Megawatt geschätzt wird.
Eine große Herausforderung für die wirtschaftliche Erholung
Die Vereinbarung erfolgt im Zuge der fortlaufenden Umstrukturierung des Energiesektors in Caracas. Die Behörden betrachten die Modernisierung des Stromnetzes als unerlässliche Voraussetzung für die Wiederaufnahme mehrerer strategischer Wirtschaftszweige, insbesondere der Ölindustrie, einer tragenden Säule der nationalen Wirtschaft.
Delcy Rodríguez bezeichnete die Partnerschaft als „historischen Schritt“. Über mehrere Wochen hinweg führten Teams von General Electric eine umfassende Bewertung des venezolanischen Stromnetzes durch, einschließlich der Wasserkraft- und Wärmekraftwerke. Diese Expertise bildet nun die Grundlage für die Modernisierungsmaßnahmen.
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