Der Verwaltungsrat von Casino hat am Freitag dem vom Hauptaktionär, dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky, vorgelegten Sanierungsplan zugestimmt. Diese Zustimmung ist jedoch an mehrere Vorbehalte geknüpft, insbesondere hinsichtlich der den Gläubigern des Einzelhändlers zu leistenden Garantien.
Die in Saint-Étienne ansässige Unternehmensgruppe, die sich seit mehreren Monaten in einem Schuldenstreit mit ihren Gläubigern befindet, ist der Ansicht, dass der Vorschlag ihrer Aktionäre in Ermangelung einer einvernehmlichen Lösung „den Unternehmensinteressen am besten dient“. Die beteiligten Banken müssen nun ihre Kreditausschüsse konsultieren und bis zum 20. Juli eine Entscheidung treffen.
Ein neues Kapitel in der Umstrukturierung des Vertriebsunternehmens
Daniel Kretinsky kontrolliert seit der letzten, im März 2024 abgeschlossenen finanziellen Restrukturierung 53 % des Kapitals von Casino. Trotz mehrmonatiger Verhandlungen konnte mit den Hauptgläubigern keine Einigung über eine weitere Reduzierung der Konzernverschuldung erzielt werden.
Angesichts dieser Sackgasse entschied sich der Vorstand für das vom Mehrheitsaktionär verteidigte Projekt, forderte jedoch gleichzeitig die Stellung zusätzlicher Garantien, um die Interessen der Gläubiger zu wahren.
Eine Entscheidung wird bis zum 20. Juli erwartet.
Die Banken, die sich um die Finanzierung des Vorhabens bemüht haben, haben angekündigt, die Unterlagen in den kommenden Tagen ihren Kreditausschüssen vorzulegen. Ihre Entscheidung, die spätestens am 20. Juli erwartet wird, ist entscheidend für den weiteren Verlauf dieser Restrukturierung.
Casino setzt damit seine Bemühungen fort, seine finanzielle Situation zu verbessern, da der Konzern nach mehreren Jahren, die von hoher Verschuldung und einer tiefgreifenden Umstrukturierung seines Geschäftsfelds geprägt waren, sein Geschäft stabilisieren will.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.