In Veldhoven werden keine Chips hergestellt, sondern die Maschinen, die die Chipherstellung erst ermöglichen. ASML, der niederländische Lithografie-Riese, verzeichnet dank des KI-Booms – dem Wettlauf um Rechenleistung, der TSMC, Samsung, Intel und Speicherspezialisten immer wieder zu Investitionen in modernste Fabriken antreibt – enorme Gewinne. Der Markt ist launisch, wie Smartphones und PCs in letzter Zeit gezeigt haben, doch Rechenzentren laufen auf Hochtouren. Und wenn Chiphersteller investieren, ist ASML mit seinen EUV-Systemen oft ganz vorn dabei. Diese technologischen Giganten können über 150 Millionen Euro pro Stück kosten, und ihre Lieferungen wirken sich direkt auf die Gewinnmargen aus.
Ein Quasi-Monopol, das Gold wert ist... und Aufmerksamkeit erregt.
Dieser Erfolg hat jedoch auch eine politische Schattenseite. ASML ist zu einem strategischen Vorteil für Europa geworden, was auch Einschränkungen, Druck und streng überwachte Entscheidungen mit sich bringt, insbesondere im Hinblick auf Exporte nach China – ein Thema, das sich zu einem brisanten Thema entwickelt hat, da Washington seine Haltung verschärft und die Europäer sich zunehmend anpassen. In diesem Kontext gewinnen Auftragsbestand und Installationstempo der Maschinen besondere Bedeutung, da Lieferketten, industrielle Komplexität und Exportgenehmigungen Verzögerungen verursachen können. Das Unternehmen bereitet sich bereits auf die nächste Phase mit der High-NA-EUV-Generation vor: noch präziser, noch teurer und potenziell der Motor für einen neuen Investitionszyklus, sollte die KI weiterhin die Regeln für Miniaturisierung und Energieeffizienz bestimmen.
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