Die Alstom-Aktionäre lehnten auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Paris eine Abfindung von über 1,3 Millionen Euro für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Henri Poupart-Lafarge ab. Der Antrag wurde mit 50,38 % der Stimmen abgelehnt und bedeutete eine Abfuhr für den Ex-Manager, der sein Amt am 31. März niedergelegt hatte.
Der vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Vertrag sah eine Zahlung von 1.325.964 € vor, im Gegenzug für die Zusage von Henri Poupart-Lafarge, weiterhin mit Alstom in mehreren außergerichtlichen und gerichtlichen Verfahren zusammenzuarbeiten. Für die Ablehnung wurde keine offizielle Begründung gegeben. Der Konzern erklärte, er respektiere die Entscheidung seiner Aktionäre.
Das Gehalt wurde genehmigt, die Abfindung jedoch nicht.
Die Aktionäre stimmten jedoch der Vergütung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden zu, dessen jährliches Festgehalt 950.000 € betrug. Sie stimmten auch der Vergütung seines Nachfolgers Martin Sion zu, der am 1. April von ArianeGroup und Safran kam und ein jährliches Festgehalt von 1,05 Millionen € erhält.
Alstom möchte seine industrielle Leistung verbessern
Der Führungswechsel erfolgt vor dem Hintergrund operativer Schwierigkeiten bei Alstom, die zu Lieferverzögerungen bei mehreren Großkunden, darunter SNCF und RATP, geführt haben. Diese Probleme belasten die Gewinnmargen des Konzerns.
Martin Sion versicherte den Aktionären, die Situation sei „nicht hoffnungslos“ und die Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit des Schienenfahrzeugherstellers habe oberste Priorität. Ein Sanierungsplan soll Anfang 2027 vorgelegt werden.
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