Die Übernahme von SFR durch ein Konsortium aus Iliad, Bouygues Telecom und Orange nimmt Gestalt an. In einem Interview mit France Inter bestätigte Thomas Reynaud, CEO von Iliad, der Muttergesellschaft von Free, dass in den nächsten zwei Jahren keine SFR-Mitarbeiter entlassen werden.
Die am 6. Juni mit Altice France unterzeichnete Vereinbarung sieht eine Transaktion im Wert von 20,35 Milliarden Euro vor. Thomas Reynaud sprach von einem „sehr starken“ Engagement gegenüber den rund 8.000 Mitarbeitern von SFR, denen Arbeitsplatzsicherheit bis Anfang 2029 garantiert wurde.
Free besteht darauf, seine Preise beibehalten zu wollen.
Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde. Der Fall wirft Fragen auf, insbesondere da der französische Telekommunikationsmarkt von vier auf drei nationale Anbieter schrumpfen könnte. Die Behörden müssen insbesondere die Auswirkungen dieser Konsolidierung auf den Wettbewerb und die Verbraucher bewerten.
Auf die Bedenken hinsichtlich einer möglichen Preiserhöhung antwortete Thomas Reynaud, dass sich die Geschäftsstrategie von Free nicht ändern werde. Der CEO betonte, dass die Preise für die wichtigsten Tarife des Anbieters seit ihrer Einführung im Jahr 2012 trotz der schrittweisen Verbesserung des Angebots nicht gestiegen seien.
Der CEO von Iliad hob zudem die Investitionen des Konzerns in die digitale Souveränität Europas hervor. Das Unternehmen plant, vier Milliarden Euro in Rechenzentren, Cloud-Computing und Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu investieren. Dieses Programm ist Teil eines umfassenderen Projekts, an dem mehrere große französische Unternehmen beteiligt sind, um die Rechenkapazität für KI in ganz Europa auszubauen.
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