Die neue automatische WLAN-Erkennungsfunktion gibt Anlass zur Sorge über eine verstärkte Überwachung in Unternehmen.

Microsoft Teams aktiviert eine Geolokalisierungsfunktion, die Mitarbeiter beunruhigt.
Microsoft Teams aktiviert eine Geolokalisierungsfunktion, die Mitarbeiter beunruhigt.

Microsoft hat die Einführung einer umstrittenen Funktion in Teams angekündigt. Die Anwendung verfügt nun über ein automatisches Anwesenheitserkennungssystem, das auf der Verbindung zum Firmen-WLAN basiert. Sobald sich ein Mitarbeiter mit dem internen Netzwerk verbindet, signalisiert die Software automatisch seine Anwesenheit im Büro. Dieses technische Update, das als Verbesserung des Anwesenheitsmanagements präsentiert wird, ermöglicht es Arbeitgebern, den genauen Standort eines Mitarbeiters innerhalb des Firmengeländes zu ermitteln.

Befürchtungen einer flächendeckenden Überwachung

Die Nutzer reagierten prompt. Viele befürchten eine zunehmende Überwachung der Mitarbeiter. Die automatisierte Zeiterfassung könnte Teams in ein Instrument der täglichen Kontrolle verwandeln, das weit über die einfache berufliche Kommunikation hinausgeht. Die Bedenken konzentrieren sich insbesondere auf die mögliche Nutzung dieser Daten durch das Management, um Anwesenheit zu bewerten oder Verspätungen zu ahnden. Die Grenze zwischen optimierter Zusammenarbeit und digitaler Überwachung verschwimmt zunehmend.

Microsoft versichert Nutzern, dass sie diese Funktion weiterhin deaktivieren können. Die standardmäßige Aktivierung gibt jedoch Anlass zur Sorge, insbesondere angesichts der veränderten Vertrauensverhältnisse in Unternehmen durch die zunehmende Arbeit im Homeoffice. Das Unternehmen mit Sitz in Redmond hat noch keinen genauen Zeitplan für die Einführung bekannt gegeben, die Funktion wird aber bereits schrittweise für Unternehmen mit Abonnement bereitgestellt.

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