Haute-Vienne: Entlassung des Schulbusfahrers nach unerlaubten Haltestellen zum Aussteigenlassen von Kindern bestätigt
Haute-Vienne: Entlassung des Schulbusfahrers nach unerlaubten Haltestellen zum Aussteigenlassen von Kindern bestätigt

Das Arbeitsgericht Limoges bestätigte die Entlassung von Damien Tabard, einem Schulbusfahrer aus Haute-Vienne, wegen schweren Fehlverhaltens. Tabard hatte einige Kinder direkt nach Hause gefahren, um ihnen einen mehrere hundert Meter langen Fußweg auf als gefährlich eingestuften Straßen zu ersparen. Obwohl er die Schüler schützen wollte, urteilte das Gericht, dass dieses Vorgehen gegen die Richtlinien seines Arbeitgebers verstieß.

Der Fall geht auf das Jahr 2022 zurück, als Europ Voyages, das neu beauftragte Unternehmen für den Schülertransport, beschloss, die vorgeschriebenen Routen und Haltestellen strikt einzuhalten. Der Fahrer, der über siebzehn Jahre Erfahrung verfügte, fuhr dennoch weiterhin zusätzliche Haltestellen ein, um einige Kinder näher an ihr Zuhause zu bringen, insbesondere in den Wintermonaten, wenn die Fahrten im Dunkeln stattfanden.

Eine Verteidigung, die auf der Sicherheit der Schüler basiert

Während der Anhörung verteidigte Damien Tabard eine „humane Auslegung“ der Regeln und erklärte, dass mehrere Kinder gezwungen waren, auf Straßen ohne Gehwege oder Fahrbahnmarkierungen zu laufen. Mehrere Eltern sagten ebenfalls zu seinen Gunsten aus und lobten sein Engagement und seine Sorge um die Sicherheit der Kinder, die er täglich transportierte.

Das Unternehmen warf ihm jedoch vor, wiederholt erteilte Anweisungen absichtlich ignoriert zu haben. Laut der Geschäftsleitung von Europ Voyages müssen die Schülertransportrouten einem vertraglich festgelegten Rahmen folgen, und jede unautorisierte Änderung könnte das Unternehmen im Falle eines Zwischenfalls haftbar machen. Der Arbeitgeber gab außerdem an, der Fahrer habe seinen Vorgesetzten während einer Rüge beleidigt.

Eine Entscheidung, die die Debatte neu entfacht

Das Arbeitsgericht stellte in seinem Urteil Beweise für schwere Arbeitsverweigerung fest. Die Richter befanden, dass die außerhalb der offiziellen Route eingelegten Haltestellen einen wiederholten Verstoß gegen die Anweisungen des Arbeitgebers darstellten und somit die Einstufung als grobes Fehlverhalten rechtfertigten. Die Unterstützung durch die Familie und die vom Arbeitnehmer angeführten Gründe reichten nicht aus, um diese rechtliche Beurteilung aufzuheben.

Dieser Fall entfacht erneut die Debatte über das richtige Verhältnis zwischen strikter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften im Schülertransport und Berücksichtigung der tatsächlichen Gegebenheiten. Während einige Einwohner von Les Billanges der Ansicht sind, der Fahrer habe im besten Interesse der Kinder gehandelt, bekräftigte das Gericht, dass Angestellte weiterhin verpflichtet sind, die von ihren Arbeitgebern festgelegten Verfahren einzuhalten. Damien Tabard gab an, gegen das Urteil keine Berufung einzulegen.

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