Christelle Thieffinne, 54, übernimmt den Vorsitz der CFE-CGC nach zehnjähriger Präsidentschaft von François Hommeril. Die ehemalige Gewerkschaftsvertreterin aus der Metallindustrie ist nach den jüngsten Wahlen bei der CFDT und der CGT die dritte Frau an der Spitze einer großen französischen Gewerkschaft. Ihre Wahl markiert einen Generationswechsel für diese Gewerkschaft, die traditionell die Interessen von Führungskräften und mittleren Berufsgruppen vertritt.
Das erklärte Ziel ist es, das Podium zu erreichen.
Unter der Führung von François Hommeril hat die CFE-CGC ihre Präsenz deutlich gestärkt. Die Gewerkschaft belegt nun den vierten Platz in der französischen Gewerkschaftslandschaft, dicht hinter Force Ouvrière. Dieses Wachstum ist das Ergebnis einer zehnjährigen Basisstrategie, die ihre Mitgliederbasis weit über Führungskräfte hinaus erweitert hat. Die neue Präsidentin hat ihren Ehrgeiz, diesen Aufwärtstrend fortzusetzen, klar bekräftigt.
Christelle Thieffinne leitete eine Basisbewegung, um Gewerkschaftsverbände und Aktivisten zu überzeugen, unter anderem mit einem Besuch in Marseille, wo sie ihr Programm vorstellte. Ihr authentisches Profil als praxisorientierte Gewerkschaftsaktivistin, geprägt in der Industrie der Metallurgie, steht im starken Kontrast zum mitunter elitären Image der Gewerkschaft. Sie will diese soziale Verankerung nutzen, um ein neues Niveau zu erreichen und die CFE-CGC zur drittgrößten Gewerkschaft des Landes zu machen, noch vor der FO.
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