Bei TotalEnergies flammen die Spannungen mit den Gewerkschaften durch ein Lohnreferendum erneut auf.
Bei TotalEnergies flammen die Spannungen mit den Gewerkschaften durch ein Lohnreferendum erneut auf.

Das Management von TotalEnergies organisierte nach dem Scheitern der Lohnverhandlungen mit den Gewerkschaften ein beispielloses internes Referendum, was zu erheblichen sozialen Spannungen innerhalb des Ölkonzerns führte. Laut einer veröffentlichten Umfrage… Mediapart, Durch die Konsultation konnte das Management seine Vereinbarung trotz des Widerstands einiger Gewerkschaftsorganisationen direkt von den Mitarbeitern bestätigen lassen.

Die Abstimmung findet für TotalEnergies zu einem besonders heiklen Zeitpunkt statt, da der Konzern weiterhin enorme Gewinne im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen erzielt. Mehrere Gewerkschaften kritisieren eine Strategie, die darauf abzielt, traditionelle Vermittlungsstellen zu umgehen, und werfen dem Management vor, Druck auf die Beschäftigten ausgeübt zu haben, um die Zustimmung zu dem Abkommen zu sichern.

Eine in der Ölgruppe beispiellose Methode

Das Referendum fand statt, nachdem die jährlichen Lohnverhandlungen mit den Gewerkschaften gescheitert waren. Das Management hatte auf eine überwältigende Zustimmung gehofft, um seinen Vorschlag zu legitimieren, doch die Ergebnisse zeigten Berichten zufolge eine geringere Unterstützung als erwartet und anhaltenden Unmut unter einigen Mitarbeitern.

Dieses Vorgehen ist in großen französischen Unternehmen nach wie vor selten. Mehrere Gewerkschaftsvertreter befürchten, dass es ihre Rolle bei Tarifverhandlungen schwächt und den Weg für einen stärker von der Unternehmensleitung kontrollierten sozialen Dialog ebnet.

Die Debatte um Superprofite flammt wieder auf.

Der Fall hat auch die Kritik an den Rekordgewinnen von TotalEnergies neu entfacht. Seit mehreren Monaten fordern verschiedene politische Parteien und Gewerkschaften angesichts der internationalen Spannungen auf den Ölmärkten eine höhere Besteuerung der „Supergewinne“ großer Energiekonzerne.

Die französische Regierung weigert sich jedoch weiterhin, eine dauerhafte Sondersteuer auf Energiegewinne einzuführen und setzt stattdessen lieber auf befristete Mechanismen oder freiwillige Verpflichtungen der Brennstoffhändler. Diese Haltung wird von Gegnern der aktuellen Energiepolitik regelmäßig kritisiert.

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