Je näher der 12. Juni rückt, desto schwieriger wird es für qualifizierte Master-Kandidaten, trotz Dutzender Bewerbungen einen Arbeits- und Studienvertrag zu erhalten.

Master-Studiengänge mit dualer Ausbildung: Tausende Studierende sehen sich mit einem Mangel an Ausbildungsplätzen konfrontiert.
Master-Studiengänge mit dualer Ausbildung: Tausende Studierende sehen sich mit einem Mangel an Ausbildungsplätzen konfrontiert.

Tausende französische Studierende befinden sich derzeit in einem Wettlauf gegen die Zeit. Sie wurden zwar für Masterstudiengänge zugelassen, haben aber noch keinen Praktikumsplatz gefunden und reichen daher zahlreiche Bewerbungen vor dem 12. Juni ein – dem Stichtag für die ersten Angebote für duale Studiengänge auf der Plattform Mon Master. Einige haben bereits fast hundert Unternehmen kontaktiert, bisher jedoch mit nur wenigen Rückmeldungen. Diese Situation verdeutlicht einen Widerspruch: Während duale Studiengänge auf Master-Niveau immer mehr Bewerber anziehen, kann die Zahl der verfügbaren Plätze mit der Nachfrage nicht Schritt halten. Die gefragtesten Branchen erleben eine alarmierende Marktsättigung, die durch Budgetbeschränkungen, welche die Rekrutierungsmöglichkeiten der Arbeitgeber einschränken, noch verschärft wird.

Erholung: eine unerlässliche, aber risikoreiche Strategie

Für angehende Absolventen ist es unerlässlich, systematisch Kontakt zu Personalverantwortlichen aufzunehmen. Angesichts der Flut an Bewerbungen ist jedoch fehlende Rückmeldung die Regel. Dieses Schweigen kann auf interne Unordnung, aber auch auf mangelndes Interesse an bestimmten Profilen hindeuten. Um ihre Chancen zu maximieren, müssen Studierende jeden Kontakt individuell gestalten, ihre Nachfragen sorgfältig formulieren, ohne aufdringlich zu wirken, und sich gezielt an weniger gefragte Unternehmen wenden. Es geht um mehr als nur ein Praktikum: Ohne einen Werkstudentenvertrag ist für Hunderte von Kandidaten der Zugang zu einem Masterstudiengang gefährdet.

Ein unausgewogener Markt mit langfristigen Folgen

Diese Spannungen auf dem Ausbildungsmarkt offenbaren ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Unternehmen, die selbst mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, priorisieren häufig befristete Einstellungen oder reduzieren ihre Verpflichtungen gegenüber Auszubildenden. Im Hochschulbereich geht die Zunahme von Ausbildungsprogrammen nicht immer mit einem ausreichenden Netzwerk an Partnerunternehmen einher. Studierende geraten dadurch in eine Zwickmühle: Sie sind gezwungen, ihre Bewerbungen über Juni hinaus, mitunter bis zum Beginn des Studienjahres, fortzusetzen und riskieren, aufgrund eines fehlenden Ausbildungsvertrags ein Studienjahr zu verlieren.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.