Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen im März 2026 verfolgt der Rassemblement National nun eine offensive Strategie. Parteipräsident Jordan Bardella gibt an, nach der Wahl „mehrere Dutzend Gemeinden“ gewinnen zu wollen, da die Partei landesweit mit über 600 Kandidaten eine beispiellose Anzahl an Wahllisten aufstellen wird.
Diese Strategie stützt sich auf die nach eigenen Angaben erzielten Erfolge der Partei bei den vorangegangenen Kommunalwahlen, die durch die Wiederwahl der amtierenden Bürgermeister des Rassemblement National in ihren traditionellen Hochburgen wie Hénin-Beaumont, Beaucaire und Fréjus im ersten Wahlgang sowie durch den symbolträchtigen Sieg in Perpignan geprägt waren. Die Partei hofft, diese lokale Dynamik in eine breitere territoriale Präsenz umzuwandeln.
Marseille, ein zentrales Ziel der Nationalen Rallye
Über die mittelgroßen Städte hinaus demonstriert der Rassemblement National (RN) seine Ambitionen deutlich in den Großstädten. Marseille gilt als Hauptziel der Partei, und Jordan Bardella ist überzeugt, dass sein Kandidat Franck Allisio den amtierenden Bürgermeister Benoît Payan besiegen kann. Meinungsumfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kandidaten, was die Stadt aus der Zeit Phokäas zu einem wichtigen symbolischen Schlachtfeld für die extreme Rechte macht.
Mit dem Anspruch, eine Strategie der Eroberung statt der einfachen Verankerung zu verfolgen, versucht die RN, ihr lokales Wahlgewicht nach einem Rückgang der Zahl der Gemeinderäte im Jahr 2020 zu bestätigen und ihre nationalen Ergebnisse in konkrete Siege auf kommunaler Ebene umzuwandeln.