Kommunalwahlen 2026 in Französisch-Guayana: die beunruhigenden Ergebnisse trotz des Justizsystems
Kommunalwahlen 2026 in Französisch-Guayana: die beunruhigenden Ergebnisse trotz des Justizsystems

Ein Jahr vor den Kommunalwahlen erlebt Französisch-Guayana ein Comeback von Gesichtern, die viele schon längst vergessen glaubten – und das nicht nur wegen ihres Alters. Auch im Westen feiern mehrere Kandidaten trotz Verurteilungen wegen Integritätsverstößen ihr politisches Comeback, wie aus Informationen hervorgeht, die von [Name der Quelle einfügen] veröffentlicht wurden. Le MondeFür den Wähler hat die Szene etwas von Déjà-vu: dieselben Namen, dieselben Versprechen und dieses klirrende Getöse von Töpfen und Pfannen, das man nie wirklich übertönen kann.

In Saint-Laurent-du-Maroni, der zweitgrößten Stadt des Territoriums, gab Léon Bertrand Mitte Januar offiziell seine Kandidatur bekannt. Der ehemalige Bürgermeister (80 Jahre im Amt), ehemalige Abgeordnete und ehemalige Tourismusminister kennt jede Straße und jedes Netzwerk und kehrt dorthin zurück, als wäre es sein Zuhause. Seine juristische Vergangenheit ist jedoch von einem Fall um unrechtmäßig vergebene öffentliche Aufträge Anfang der 2000er-Jahre geprägt, als er der Interkommunalen Behörde von West-Guyana vorstand. Die Gerichte befanden ihn der passiven Korruption und der Vetternwirtschaft schuldig, wobei ihm mutmaßliche Geldzuwendungen im Zusammenhang mit Wahlkampffinanzierung vorgeworfen wurden. 2018 bestätigte der Kassationsgerichtshof ein hartes Urteil: drei Jahre Haft, eine Geldstrafe von 000 Euro und ein dreijähriges Verbot, öffentliche Ämter zu bekleiden.

Wenn die Unzulässigkeit nachlässt, lässt das Gedächtnis nach.

Dann gab es noch den anderen Fall. 2019 wurde Léon Bertrand erneut verurteilt, diesmal wegen Beihilfe zur Veruntreuung von Firmenvermögen: 18 Monate Haft, eine Geldstrafe von 100.000 Euro und ein dreijähriges Verbot der Bekleidung öffentlicher Ämter. All dies stand im Zusammenhang mit einer als ungerechtfertigt eingestuften Abfindung in Höhe von 887.000 Euro, die 2008 an den Geschäftsführer eines halbstaatlichen Unternehmens gezahlt worden war, dessen Vorsitz er innehatte. 2021 ordnete das Berufungsgericht von Cayenne an, dass die Strafen gleichzeitig verbüßt ​​werden sollten. Der ehemalige Politiker landete nach insgesamt elf Monaten Haft unter Hausarrest mit elektronischer Fußfessel, obwohl er 2018 das Ende seiner politischen Karriere verkündet hatte. Offenbar sind manche Abschiede kürzer als andere.

In Apatou, einer Stadt mit rund 10.000 Einwohnern, versucht auch Paul Dolianki ein politisches Comeback. Der seit 2008 amtierende Bürgermeister wurde 2021 wegen Vetternwirtschaft, Interessenkonflikt und Veruntreuung öffentlicher Gelder verurteilt: eine 18-monatige Bewährungsstrafe, eine Geldstrafe von 100.000 Euro und ein sofortiges fünfjähriges Verbot der Ausübung öffentlicher Ämter, was seine Amtszeit abrupt beendete. Fünf Jahre später steht er wieder am Start, als wäre die Frist einfach abgelaufen … und als gäbe es in der Politik keine anderen Kandidaten.

Eine sehr konkrete, fast intime Frage bleibt: Was wollen die Menschen in Französisch-Guayana bestrafen – die Taten selbst, die lokale Geschichte oder gar nichts? Das Gesetz hat seinen Rhythmus, die Wahlurne ihren eigenen, oft unberechenbarer und manchmal gnadenloser. Mit Blick auf das Jahr 2026 wird West-Französisch-Guayana zur entscheidenden Bewährungsprobe: Wird die lokale Demokratie ein neues Kapitel aufschlagen oder die Vergangenheit bis zum Schluss neu aufrollen?