Marine Tondelier wurde von Umweltaktivisten mit überwältigender Mehrheit zur Kandidatin der Grünen für die linke Vorwahl zur Präsidentschaftswahl 2027 gewählt. Die 39-jährige Bundessekretärin der Partei erhielt bei dieser internen Wahl 86 % der Stimmen. Ihr Gegenkandidat war Waleed Mouhali, ein Lokalpolitiker aus dem Département Hauts-de-Seine. Sie gab ihre Kandidatur umgehend in den sozialen Medien bekannt, dankte den Aktivisten für ihre Unterstützung und erklärte, ihr Wahlkampf beginne bereits am Montag. Im Fokus stünden dabei die vom Haushaltsentwurf Betroffenen.
Eine unterstützte Kandidatur und eine unsichtbare Vorwahl
Marine Tondelier betont die Notwendigkeit eines Klimas der Verantwortung und Einigkeit und erklärt, dass die gegenwärtige Lage angesichts des Aufstiegs der extremen Rechten Demut und Zusammenhalt erfordert. Sie wiederholt, dass ohne gemeinsame Anstrengung nichts erreicht werden kann und dass ihr Slogan „Haltet durch, wir kommen!“ die zersplitterte Wählerschaft sowohl mobilisieren als auch beruhigen soll. Trotz ihrer ruhigen und weitgehend einvernehmlichen Nominierung ist der Ausgang der bevorstehenden Vorwahl der Linken alles andere als sicher. Während die Sozialistische Partei (PS), die Grünen, Génération.s sowie François Ruffin und Clémentine Autain zur Teilnahme bereit sind, weigern sich andere wichtige Akteure wie Jean-Luc Mélenchon, Raphaël Glucksmann und die Französische Kommunistische Partei (PCF) derzeit, sich festzulegen.
Die Vorsitzende der Grünen beharrt dennoch darauf, dass sie den Wählern des linken Spektrums bei der Entscheidung zwischen den Kandidaten vertraut, und ruft gleichzeitig zu größtmöglicher Einigkeit auf. Sie plant, in den kommenden Wochen verstärkt zu reisen, insbesondere um mit denjenigen in Kontakt zu treten, die von den laufenden Haushaltsverhandlungen im Parlament betroffen sind. Seit ihrer Übernahme des Parteivorsitzes im Jahr 2022 hat sich Marine Tondelier als eine der führenden Stimmen der Grünen Bewegung etabliert. Sie setzt sich für Einheit ein und versucht, die oft gespaltene Partei zu einen.