Das politische Büro der Ökologen hat beschlossen, seinen Mitgliedern Anfang Juli die Möglichkeit einer Vorwahl der Linken ohne La France insoumise zur Abstimmung vorzulegen.

Die Grünen werden Anfang Juli ihre Mitglieder zu einer linken Vorwahl ohne La France Insoumise (LFI) befragen.
Die Grünen werden Anfang Juli ihre Mitglieder zu einer linken Vorwahl ohne La France Insoumise (LFI) befragen.

Die Grünen haben beschlossen, ihren Mitgliedern die Frage einer Vorwahl der Linken und der Grünen für die Präsidentschaftswahl 2027 zur Abstimmung vorzulegen. Diese interne Abstimmung findet, wie das Politbüro der Partei mitteilte, in der ersten Juliwoche statt. Die Vorsitzende der Grünen, Marine Tondelier, hat zugesagt, eine Abstimmung über eine Vorwahl durchzuführen, die La France Insoumise ausschließen würde. Das Politbüro bekräftigte seine Bereitschaft zur Teilnahme an dieser Art von Versammlung, trotz der in den letzten Wochen von anderen Teilen der Linken ausgesendeten, beunruhigenden Signale.

Marine Tondelier steht vor internen Herausforderungen

Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Marine Tondelier parteiinternen Herausforderungen gegenübersteht. Gegner innerhalb der Partei werfen ihr vor, das wahrscheinliche Scheitern dieser Vorwahl nicht vorhergesehen zu haben – ein Vorgehen, das sie angesichts der unterschiedlichen Positionen der verschiedenen linken Gruppierungen für schlecht durchdacht halten. Öffentliche Stellungnahmen aller Seiten lassen wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Koordination vor der Wahl aufkommen. Die Bundesgeschäftsführerin der Grünen strebt dennoch ein klares Mandat ihrer Parteimitglieder an, um diese Strategie der selektiven Einigung weiterzuverfolgen.

Ein Moment der Wahrheit im Juli

Die Konsultation im Juli scheint für die Grünen ein Wendepunkt zu sein. Die Partei muss sich entscheiden: Entweder sie hält um jeden Preis an einem linken Bündnis fest oder sie erwägt eine unabhängige Kandidatur, falls Annäherungsversuche scheitern. Die Parteimitglieder müssen über einen Vorschlag abstimmen, der eine Vorwahl für die Linke und die Grünen priorisiert – vorausgesetzt, es handelt sich nicht nur um die formale Bestätigung einer bereits zwischen den Parteiführern getroffenen Vereinbarung. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird die strategische Ausrichtung der Partei für die kommenden Monate bestimmen.

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