Gegen den ehemaligen Trump-Sonderermittler Jack Smith wird wegen politischer Voreingenommenheit ermittelt
Gegen den ehemaligen Trump-Sonderermittler Jack Smith wird wegen politischer Voreingenommenheit ermittelt

Jack Smith, der ehemalige Sonderstaatsanwalt des US-Justizministeriums, der Anklage gegen Donald Trump In zwei großen Strafverfahren wird Smith nun von einer unabhängigen Aufsichtsbehörde untersucht, die mit der Durchsetzung des Hatch Act beauftragt ist. Dieses Gesetz verbietet Bundesangestellten parteipolitische Aktivitäten. Das Büro des Sonderermittlers bestätigte am Samstag die Einleitung einer Untersuchung gegen Smith, nachdem Vorwürfe laut wurden, seine Ermittlungen seien politisch motiviert.

Smith wurde im November 2022 vom damaligen Justizminister Merrick Garland ernannt und mit der Leitung zweier sensibler Ermittlungen gegen Donald Trump beauftragt: Eine betraf ein mutmaßliches Komplott zur Manipulation der Präsidentschaftswahlen 2020, die andere die illegale Zurückhaltung geheimer Dokumente in Mar-a-Lago, der Residenz des ehemaligen Präsidenten in Florida. Diese Verfahren wurden 2023, mehr als ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen 2024, eingeleitet und stellten nach Ansicht des Staatsanwalts klare Verstöße gegen Bundesrecht dar.

Nach Trumps Wahlsieg im November 2024 stellte Smith jedoch beide Verfahren ein und verwies auf die Regelung des Justizministeriums, die die Strafverfolgung eines amtierenden Präsidenten verbietet. Die Untersuchung erfolgt, nachdem einige Republikaner, darunter Senator Tom Cotton, kürzlich eine Untersuchung von Smiths Verhalten gefordert hatten, da dieses dem Präsidenten möglicherweise politische Vorteile verschafft habe. Joe Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris.

Bisher liegen keine konkreten Beweise für einen tatsächlichen Verstoß gegen den Hatch Act vor. Das Büro des Sonderermittlers hat zwar keine strafrechtliche Befugnis, kann aber Verwaltungsstrafen wie Geldstrafen verhängen. Die Untersuchung wurde zunächst von der New York Post, aber das Weiße Haus hat noch nicht öffentlich auf diese Angelegenheit reagiert.

Der Kontext, in dem diese Untersuchung eingeleitet wurde, wirft auch Fragen zur Neutralität der Agentur selbst auf. Ihr ehemaliger Leiter, Hampton Dellinger, wurde von der Trump-Regierung unter umstrittenen Umständen entlassen, bevor er rechtliche Schritte zu seiner Wiedereinsetzung einleitete. Seitdem wird die Agentur von Jamieson Greer geleitet, einem Handelsvertreter aus dem Umfeld Trumps. Die Anhörung von dessen designiertem Kandidaten für die offizielle Leitung der Agentur, dem umstrittenen rechtsextremen Politiker Paul Ingrassia, wurde in letzter Minute abgesagt.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass das Büro ähnliche Ermittlungen gegen die anderen von Garland eingesetzten Sonderstaatsanwälte eingeleitet hat, die gegen Joe Biden oder seinen Sohn Hunter ermitteln sollen.