Gabriel Attal, ein erklärter Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2027, brachte am Sonntag die Möglichkeit einer parteiinternen Vorwahl in Macrons Partei ins Gespräch, um angesichts der wachsenden Popularität des Rassemblement National und von La France Insoumise einen gemeinsamen Kandidaten zu nominieren. Der ehemalige Premierminister ist der Ansicht, dass eine solche Einheitsfront notwendig werden könnte, sollte es Anfang 2027 tatsächlich zu einer Stichwahl zwischen diesen beiden Parteien kommen.
Nach seinem offiziellen Einstieg in den Wahlkampf am Freitag steht der Generalsekretär von Renaissance nun in direkter Konkurrenz zu Édouard Philippe, der bereits seit 2024 als Kandidat angekündigt ist. Auf Brut erklärte Gabriel Attal, dass mehrere Szenarien in Betracht gezogen werden könnten, um eine Stimmenzersplitterung aus der Mitte und der Mitte-Rechts-Partei zu vermeiden, wobei er sowohl Rückzüge als auch eine mögliche Vorwahl erwähnte.
Eine Hypothese, die bisher von Édouard Philippe abgelehnt wurde
Diese Sichtweise markiert einen bedeutenden strategischen Unterschied zum ehemaligen Ministerpräsidenten aus Le Havre, der sich stets gegen Vorwahlen ausgesprochen hat. Gabriel Attal betonte hingegen die Notwendigkeit, den Dialog zwischen den verschiedenen Teilen der Präsidentschaftsmehrheit aufrechtzuerhalten und angesichts der Opposition einen gemeinsamen politischen Spielraum zu bewahren.
Der ehemalige Regierungschef versucht nun, sich als eine der zentralen Figuren der Nach-Macron-Ära zu etablieren. Seit mehreren Wochen unternimmt er zahlreiche Reisen und hält zahlreiche Reden, um die gemäßigte Wählerschaft in einer politischen Landschaft zu einen, die bereits von einem frühen Konkurrenzkampf zwischen den Erben des Macronismus geprägt ist.
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