Fabien Roussel forderte am Sonntag in Marseille die Schaffung von 60.000 zusätzlichen Stellen bei Polizei und Zoll, um den Drogenhandel, wie er es nannte, „unermüdlich“ zu bekämpfen. Der Generalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) sprach auf einer großen Parteiveranstaltung in der Stadt, die besonders stark von dieser Geißel betroffen ist. Sein Besuch erfolgte einen Tag nach einem stillen Gedenkmarsch anlässlich des Mordes an Mehdi Kessaci, dem Bruder des Anti-Drogen-Aktivisten Amine Kessaci. Diese Tragödie verdeutlichte einmal mehr das Ausmaß des Problems in den Vierteln Marseilles.
Eine von den Parteimitgliedern befürwortete Präsidentschaftsstrategie
Diese sicherheitsorientierte Haltung ist Teil der Präsidentschaftsstrategie des Abgeordneten aus dem Département Nord, der am vergangenen Wochenende auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF) einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht hat. Die kommunistischen Aktivisten stimmten mit überwältigender Mehrheit für sein Wahlprogramm für 2027, was seine Position für eine erneute Kandidatur für den Élysée-Palast stärkt. Drei Jahre nach seinem Ergebnis von 2,28 % bei der letzten Präsidentschaftswahl erklärt Fabien Roussel, er sei nun bereit, wieder in den politischen Kampf einzugreifen. „Ich habe Appetit auf diese Auseinandersetzungen“, erklärte er und bekräftigte damit seine Position als potenzieller Parteikandidat.
Der Vorsitzende der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) versucht somit, einen autoritären Diskurs zu Sicherheitsfragen mit seinen linken Wurzeln zu verbinden – eine Linie, die er seit Jahren vertritt und die im deutlichen Gegensatz zu den traditionellen Positionen seines politischen Lagers steht. Seine Kundgebung in Marseille sollte demonstrieren, dass die Kommunistische Partei konkrete Vorschläge zur Bekämpfung des Drogenhandels vorlegen kann, einem Thema, das in der öffentlichen Debatte immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es bleibt abzuwarten, ob ihm diese Strategie 2027 zu mehr Einfluss verhelfen wird.
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