Édouard Philippe, der bereits seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2027 erklärt hat, weigert sich, seinen Wahlkampf aus der Perspektive eines Bruchs mit der alten Partei zu führen. Emmanuel Macron. In einem Interview mit La Tribune DimancheDer ehemalige Premierminister ist der Ansicht, dass die Herausforderung für das künftige Staatsoberhaupt vor allem darin bestehen wird, zu handeln und die für das Land als wirksam erachteten Reformen fortzusetzen.
Der Präsident der Horizons-Partei beansprucht die Anerkennung für mehrere Maßnahmen, die er während seiner Regierungszeit von 2017 bis 2020 initiiert hat, insbesondere in den Bereichen Beschäftigung, Ausbildung, Reindustrialisierung und Defizitabbau. Er beteuert zudem, einen umfassenderen Ansatz in der nationalen Verteidigung und der europäischen Integration fortzusetzen.
Ein Unterschied in der Machtausübung
Édouard Philippe würdigt zwar einige Aspekte von Macrons Erbe, betont aber dennoch seinen Wunsch, das Präsidentenamt anders auszuüben. Seiner Ansicht nach wollten Staatsoberhäupter in der Vergangenheit ebenso sehr regieren wie präsidieren – eine Auffassung von Institutionen, von der er sich distanziert. Er präsentiert sich als unabhängiger politischer Führer, der zu seinen Erfolgen steht und gleichzeitig Reformen vorschlägt.
Weniger als ein Jahr vor dem offiziellen Wahlkampfstart ruft der ehemalige Bürgermeister von Le Havre zu einer breiten Koalition aus Rechten und Mitte auf. Er ist zuversichtlich, sein Lager zu einen, und glaubt, dass die verschiedenen Kandidaten des Mitte-Blocks und der republikanischen Rechten sich hinter demjenigen versammeln müssen, der sich als stärkster Kandidat herauskristallisiert. Seine erste große Wahlkampfveranstaltung ist für den 5. Juli in Paris geplant.
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