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Universität Mayotte: Gewerkschaften fordern von Emmanuel Macron eine Übergangsverwaltung

Universität Mayotte: Gewerkschaften fordern von Emmanuel Macron eine Übergangsverwaltung
Universität Mayotte: Gewerkschaften fordern von Emmanuel Macron eine Übergangsverwaltung

Die beiden Gewerkschaften der Universität Mayotte, CGT Éduc'Action und Sup'Recherche-UNSA, haben einen offenen Brief an den Präsidenten der Republik geschickt, um auf eine ihrer Ansicht nach gravierende Führungskrise an der Universität aufmerksam zu machen. Sie prangern eine Reihe administrativer, finanzieller und sozialer Missstände an und fordern die Einsetzung einer provisorischen Verwaltung für die Universität, da die derzeitigen Kontrollmechanismen ihrer Meinung nach nicht mehr ausreichen, um den Normalbetrieb wiederherzustellen.

Die Gewerkschaften fordern außerdem eine neue, unabhängige Untersuchung durch die Generalinspektion für Bildung, Sport und Forschung. Laut ihren Angaben konnte die vorherige, für 2025 geplante Untersuchung aufgrund des Zyklons Chido nicht abgeschlossen werden. Sie verlangen zudem, dass die Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht oder, falls dies nicht möglich ist, den Personalvertretern zugänglich gemacht werden.

Umstrittene Regierungsführung und soziales Klima

In ihrem Schreiben kritisieren die Gewerkschaften die Leitung der Institution und verweisen insbesondere auf Fragen zum Verschwinden von Verwaltungsdokumenten nach dem Cyberangriff von 2023, auf gerichtlich annullierte Einstellungen, auf den Verdacht der Vetternwirtschaft und auf mehrere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Sie prangern zudem ein sich verschlechterndes Betriebsklima an, das sich durch Beschwerden über Mobbing am Arbeitsplatz, die Suspendierung des Personalleiters, Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung und das Ausbleiben einer Auswahlprüfung für technisches und wissenschaftliches Personal im Jahr 2026 äußert.

Die Gewerkschaften sind der Ansicht, dass diese Schwierigkeiten direkte Auswirkungen auf die Studierenden haben. Sie verweisen auf wiederkehrende soziale Unruhen, unzureichende Unterstützung und weisen darauf hin, dass die Universität Mayotte fast 1.700 Studierende, aber nur einen festangestellten Professor hat. Zum jetzigen Zeitpunkt spiegeln diese Vorwürfe die Position der Gewerkschaften wider. Die Universitätsleitung von Mayotte hat sich zu diesen neuen Forderungen noch nicht öffentlich geäußert.

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