Dank einer Spende von 50 Millionen Euro von Bernard Arnault, dem Chef des LVMH-Konzerns, wird an der École Polytechnique ein neues Mathematikinstitut gegründet, wie die Hochschule am Donnerstag in einer Erklärung mitteilte. Dieser als „historisch“ bezeichnete Beitrag soll die Grundlagenforschung in Frankreich stärken.
Das Projekt sieht den Bau eines Gebäudes auf dem Palaiseau-Campus bis 2030 vor, das hochrangige internationale Forscher beherbergen soll. Parallel dazu wird im Herbst dieses Jahres ein wissenschaftliches Programm namens „The Mathematical Residency“ gestartet.
Finanzierung, die die Debatte neu entfacht
Die Hochschulleitung begrüßt zwar diese bedeutende Forschungsförderung, doch wirft diese Art der privaten Finanzierung Fragen auf. Der Generaldirektor der Polytechnique betonte, dass diese Beiträge für die Durchführung ambitionierter Projekte unerlässlich seien, räumte aber gleichzeitig die Kritik innerhalb der akademischen Gemeinschaft ein.
Studierende und studentische Gruppen kritisieren den zunehmenden Einfluss wirtschaftlicher Akteure auf die Hochschulbildung. Bei einer kürzlich abgehaltenen Zeremonie stellte eine symbolische Aktion diese Partnerschaften infrage und warf ihnen vor, private Interessen auf Kosten der Forschungsunabhängigkeit zu bedienen.
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