Laut einer Studie des Instituts für öffentliche Politik könnte bis 2035 fast die Hälfte aller Pariser Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Klasse eine Privatschule besuchen. Derzeit sind in der Hauptstadt etwa 39 % der Sechstklässler auf Privatschulen eingeschult. Setzt sich der aktuelle Trend fort, könnte dieser Anteil innerhalb der nächsten zehn Jahre auf fast 50 % steigen.
Dieser Trend lässt sich teilweise durch den seit über einem Jahrzehnt in Paris zu beobachtenden starken Geburtenrückgang erklären. Die Kinderzahl sinkt, und die Einschulungszahlen gehen allmählich zurück, was vor allem an öffentlichen Schulen zu Klassenschließungen führt, während Privatschulen ihre Schüler besser halten können.
Das Wachstum des Privatsektors wirft Fragen auf.
Zwischen 2016 und 2024 gingen die Einschreibungszahlen an Pariser öffentlichen Schulen und Hochschulen deutlich zurück, während der Rückgang im privaten Sektor wesentlich geringer ausfiel. Dieser Trend trägt zu einem allmählichen Anstieg des Anteils der Schüler an Privatschulen in der Hauptstadt bei.
Forscher warnen jedoch vor den potenziellen sozialen Folgen dieses Trends. Privatschulen nehmen bereits einen erheblichen Anteil von Schülern aus privilegierten Verhältnissen auf, und dieser Trend könnte die Ungleichheiten und die Segregation zwischen den Pariser Schulen in den kommenden Jahren verschärfen.