Weniger Kinder – wie wird die Schule morgen aussehen? Die Prognosen sind besorgniserregend.
Weniger Kinder – wie wird die Schule morgen aussehen? Die Prognosen sind besorgniserregend.

Das französische Bildungssystem wird voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren einen massiven Rückgang der Schülerzahlen verzeichnen. Laut Prognosen des Bildungsministeriums könnten bis 2035 fast 1,7 Millionen Schüler die Grund-, Mittel- und Oberschulen verlassen, was einem Rückgang von mehr als 14 % gegenüber 2025 entspricht.

Dieser Trend, der insbesondere mit dem anhaltenden Geburtenrückgang zusammenhängt, wird das ganze Land betreffen, wobei es regionale Unterschiede geben wird. Am stärksten betroffen sein wird die Primarbildung mit über 900.000 weniger Schülern, verglichen mit etwa 740.000 weniger im Sekundarbereich.

Eine Reorganisation des betreffenden Schulsystems

Als Reaktion auf diesen Trend betont das Ministerium die Notwendigkeit, das Bildungsangebot langfristig anzupassen. Eine Zusammenlegung von Schulen, insbesondere in ländlichen Gebieten, könnte in Betracht gezogen werden, während städtische Gebiete ihre Schulnetze überdenken müssen.

Einige Schulbezirke werden voraussichtlich besonders stark betroffen sein, beispielsweise Paris, wo der Rückgang der Schülerzahlen innerhalb von zehn Jahren bis zu 30 % betragen könnte. Andere Gebiete wie Französisch-Guayana oder Mayotte könnten hingegen einen leichten Anstieg verzeichnen.

Bedenken hinsichtlich der Folgen für die Schule

Diese Aussichten haben bei den Lehrerverbänden Besorgnis ausgelöst, da sie befürchten, dass dieser Rückgang als Rechtfertigung für Stellenstreichungen genutzt werden könnte. Sie argumentieren stattdessen, dass dieser Trend dazu genutzt werden sollte, die Klassengrößen zu reduzieren und die Lernbedingungen zu verbessern.

Die Frage der Lehrererneuerung bleibt ebenfalls bestehen, da bis zum Ende des Jahrzehnts mehrere hunderttausend Pensionierungen erwartet werden, in einem Kontext, der bereits von Rekrutierungsspannungen geprägt ist.

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