Die Lebenshaltungskosten für Studierende sind laut der jährlichen Umfrage des französischen Studierendenverbands UNEF, die am Montag, dem 17. August, veröffentlicht wurde, innerhalb eines Jahres um 1,66 % und seit 2017 um mehr als 35 % gestiegen. UNEF schätzt, dass die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben nach Abzug jeglicher finanzieller Unterstützung mittlerweile 1.300 € betragen – 74 € mehr als für 2025 prognostiziert. Diese Schätzungen stammen vom Studierendenverband und sollten daher als dessen Einschätzung der aktuellen Lage betrachtet werden.
Die Wohnkosten bleiben der größte Ausgabenposten. Im privaten Sektor liegt die durchschnittliche Monatsmiete bei schätzungsweise 627,11 €, was einem Anstieg von 2,87 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. In den Studentenwohnheimen von CROUS beträgt sie 426,36 €, ein Plus von 1,04 %. Die Transportkosten belaufen sich für Studierende ohne Stipendium auf durchschnittlich 278,59 € pro Jahr, während die Lebensmittelpreise um 0,87 % gestiegen sind.
Ausländische und internationale Studierende sind besonders betroffen.
Seit 2017 sind die Studiengebühren an Universitäten Berichten zufolge um 37 % gestiegen, hauptsächlich aufgrund des Beitrags für Studierende und das Campusleben (CVEC). Der CVEC wurde 2018 mit einem Startpreis von 90 € eingeführt und soll im kommenden Studienjahr auf 105 € steigen. Laut der Studierendenvertretung UNEF führt diese Kostensteigerung dazu, dass immer mehr Studierende neben dem Studium arbeiten, bei notwendigen Ausgaben sparen oder im schlimmsten Fall ihr Studium ganz abbrechen.
Die Studierendenvertretung argumentiert, dass internationale Studierende aus Ländern außerhalb der Europäischen Union doppelt so hohe Kosten tragen müssen, vor allem aufgrund unterschiedlicher Studiengebühren und der Abschaffung bestimmter Wohnbeihilfen. Studierende aus den französischen Überseegebieten zahlen Berichten zufolge jährlich zwischen 314 und 408 Euro mehr als Studierende vom französischen Festland. Der französische Studierendenverband UNEF prangert zudem die generelle Unterfinanzierung der Universitäten und der regionalen Studierendenzentren (CROUS) sowie die unzureichende Anzahl an Studentenwohnheimen an.
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