Das Pentagon hat drei chinesische Technologiekonzerne auf seine militärische schwarze Liste gesetzt und zielt dabei insbesondere auf Online-Handel, Internetsuche und Elektrofahrzeuge ab.

Washington stuft Alibaba, Baidu und BYD als Partner des chinesischen Militärs ein.
Washington stuft Alibaba, Baidu und BYD als Partner des chinesischen Militärs ein.

Das US-Verteidigungsministerium hat am Montag drei chinesische Technologiekonzerne auf seine Liste der Unternehmen gesetzt, die im Verdacht stehen, mit dem chinesischen Militär zusammenzuarbeiten. Alibaba, der E-Commerce-Spezialist; Baidu, Chinas führende Suchmaschine; und BYD, der weltweit führende Hersteller von Elektrofahrzeugen, stehen nun auf der Liste der Unternehmen, denen Verbindungen zu den chinesischen Streitkräften nachgesagt werden. Diese Entscheidung des Pentagons erfolgt inmitten der anhaltenden Handels- und Technologiespannungen zwischen Washington und Peking.

Künstliche Intelligenz im Zentrum der Bedenken

Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt dieser amerikanischen Überwachung. Alibaba und Baidu, beide an der Entwicklung von KI-Technologien beteiligt, stehen neben dem Social-Media- und Videospielgiganten Tencent auf dieser Liste, der bereits in einem früheren Update erwähnt wurde. Die US-Regierung befürchtet, dass diese technologischen Fortschritte den chinesischen Militärkapazitäten direkt zugutekommen könnten – ein Vorwurf, der von den betroffenen Unternehmen und den Behörden in Peking regelmäßig zurückgewiesen wird.

Zukünftige wirtschaftliche Folgen

Diese administrative Registrierung zieht zwar keine unmittelbaren Sanktionen nach sich, erhöht aber den regulatorischen Druck auf diese Unternehmen. Sie könnte dennoch ihre Geschäftsbeziehungen zu amerikanischen Partnern belasten und ihr Image bei westlichen Investoren schädigen. BYD, das auf internationalen Märkten rasant expandiert, riskiert, seine Ambitionen in den USA, wo das Misstrauen gegenüber chinesischen Unternehmen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, beeinträchtigt zu sehen.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.