TUI: Reisende bevorzugen angesichts internationaler Spannungen nahegelegene Reiseziele.
TUI: Reisende bevorzugen angesichts internationaler Spannungen nahegelegene Reiseziele.

Der deutsche Reisekonzern TUI verzeichnet einen anhaltenden Anstieg von Last-Minute-Buchungen im Reisesektor – eine direkte Folge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse am Mittwoch erklärte das weltweit führende Reiseunternehmen, dass viele Kunden angesichts der derzeitigen internationalen Lage lieber noch abwarten, bevor sie ihren Sommerurlaub buchen.

Diese vorsichtige Herangehensweise kommt vor allem Reisezielen zugute, die als sicherer gelten und näher an Westeuropa liegen. Spanien, die Balearen, die Kanarischen Inseln und Griechenland verzeichnen eine starke Nachfrage, während Reisen mit Transit über Drehkreuze am Golf wie Dubai, Doha oder Abu Dhabi bei Reisenden zunehmend Zurückhaltung hervorrufen.

Der Nahe Osten stört den Markt dauerhaft.

Laut TUI hat fast die Hälfte der Kunden ihren Sommerurlaub noch nicht gebucht – ein ungewöhnlich hoher Wert für diese Jahreszeit. Der Reisekonzern erklärt dies mit dem sich rasch entwickelnden Konflikt im Nahen Osten, der die Verbraucher dazu veranlasst, Flexibilität zu priorisieren und ihre Buchungsentscheidungen aufzuschieben.

Trotz dieser angespannten Lage hält der Reiseveranstalter an seinen Jahresprognosen fest, obwohl die finanziellen Auswirkungen des Krieges im Iran bereits auf mehrere zehn Millionen Euro geschätzt werden. Flugausfälle und die vorübergehende Stilllegung einiger Schiffe belasten das Geschäft ebenso wie die steigenden Energiekosten, die den gesamten globalen Tourismussektor schwächen.

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