Am Dienstag, dem 24. März, analysierte das französische Statistikamt INSEE die Wirtschaftsaussichten und zeigte sich besorgt. Der Krieg im Nahen Osten und die vom Institut als „globale Unordnung“ bezeichnete Lage bergen die Gefahr, die französische Wirtschaft zu beeinträchtigen, insbesondere über den einfachsten und zugleich brutalsten Kanal: den Energiesektor.
Wenn die Preise für Kohlenwasserstoffe in die Höhe schnellen, steigen die Produktionskosten, der Transport und schließlich auch der Endpreis. Und wie der Leser weiß, führt kein Weg daran vorbei; am Ende zahlt man den Preis immer an der Zapfsäule oder an der Kasse.
Öl, dieser alte Schiedsrichter
Im Wirtschaftsbereich hat das nationale Statistikinstitut seine Prognosen für Anfang 2026 leicht gesenkt. Das BIP soll nun im ersten und zweiten Quartal jeweils um 0,2 % steigen, verglichen mit der vorherigen Prognose von 0,3 % pro Quartal. Das INSEE geht davon aus, dass sich die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte zwar stabilisieren wird, aufgrund der internationalen Lage aber weiterhin fragil bleibt; mit anderen Worten: Das Wachstum ist schwach und abhängig von negativen Nachrichten aus anderen Ländern.
Das eigentliche Warnsignal ist die Inflation. Nach 0,9 % im Februar (im Jahresvergleich) rechnet das INSEE mit einer deutlichen Erholung und einem Anstieg auf über 2 % im Frühjahr. Die Ölpreise dürften bis Juni bei rund 100 US-Dollar bleiben. Bis Mitte 2026 wird das Folgewachstum voraussichtlich 0,9 % betragen, verglichen mit 1 % in der vorherigen Schätzung. Diese Zahl verdeutlicht: Das Land entwickelt sich zwar, aber nur im Schneckentempo, während die Preise wieder steigen. Der Sommer wird zeigen, ob diese Erholung ein einmaliges Ereignis ist oder sich dauerhaft auf die Wirtschaft auswirkt.
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