Die Ölmärkte reagierten heftig auf die Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Am Donnerstag fielen die Rohölpreise im asiatischen Handel um mehr als 3 Prozent, da Anleger eine geopolitische Entspannung begrüßten, die die globale Energieversorgung sichern könnte.
Gegen 6:25 Uhr GMT sank der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl um 3,40 % auf 74,18 US-Dollar pro Barrel. Auch Brent-Rohöl, die internationale Referenzsorte, gab nach und fiel um 3,02 % auf 77,15 US-Dollar pro Barrel. Händler gehen davon aus, dass das Abkommen das Risiko von Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus deutlich verringert.
Die Straße von Hormuz im Zentrum der Bedenken
Das von den amerikanischen und iranischen Behörden unterzeichnete Protokoll sieht insbesondere die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor, einer strategisch wichtigen Wasserstraße, durch die üblicherweise fast ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird. Die in den letzten Monaten geltenden Beschränkungen hatten die Spannungen auf den Energiemärkten verschärft und die Rohölpreise in die Höhe getrieben.
Für Investoren verringert die Aussicht auf eine allmähliche Normalisierung in dieser strategisch wichtigen Region das Risiko von Versorgungsengpässen. Ein Teil des Preisanstiegs der letzten Wochen beruhte auf der Befürchtung einer längerfristigen Blockade der Energieexporte aus dem Golf.
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