Diesmal profitiert die Bauwirtschaft von den Hilfen. Die Regierung hat die Ausweitung des Schnellkreditprogramms für Baustoffe auf den Bausektor angekündigt. Wirtschaftsminister Roland Lescure versprach in den kommenden Tagen eine Entlastung, da erdölbasierte Baustoffe aufgrund der Krise in der Straße von Hormus immer teurer werden.
Dämmstoffe, Kunststoffe, Lösungsmittel, Farben, Klebstoffe… auf Baustellen summieren sich die Kosten schnell, und oft sind es die kleinsten Unternehmen, die den Schock am stärksten zu spüren bekommen, gefangen zwischen gestern unterzeichneten Angeboten und heute erhaltenen Rechnungen.
Bpifrance an vorderster Front, Cashflow unter Druck
Bpifrance wird als Kreditinstitut für diese Darlehen fungieren, die zwischen 5.000 € und 50.000 € liegen, zu einem Zinssatz von 3,8 % und ohne Sicherheiten vergeben werden und für Kleinstunternehmen, KMU und Handwerker bestimmt sind. Bislang richtete sich das Programm vor allem an Landwirte, Fischer, Spediteure und Taxifahrer, was zeigt, dass die Regierung in konzentrischen Kreisen vorgeht und sich auf die Sektoren konzentriert, die am stärksten von Preissteigerungen betroffen sind.
Das Ministerium berichtet, dass bereits 7.000 Anträge eingegangen und 3,3 Millionen Euro ausgezahlt wurden – ein Anfang, der die Nachfrage und die Belastung der öffentlichen Finanzen verdeutlicht. Ministerpräsident Sébastien Lecornu wird voraussichtlich noch diese Woche neue Maßnahmen für Juni ankündigen. Dies deutet darauf hin, dass sich der Anstieg der Kraftstoffpreise verfestigt und die Regierung sich – ob gewollt oder nicht – auf die Krise vorbereitet.
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