Inflation auch im März niedrig: Lebensmittelpreise beginnen wieder leicht zu steigen
Inflation auch im März niedrig: Lebensmittelpreise beginnen wieder leicht zu steigen

In Frankreich bleibt die Inflation unter Kontrolle: Laut einer am Freitag vom INSEE veröffentlichten vorläufigen Schätzung stiegen die Verbraucherpreise im März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent, also genauso viel wie im Februar. Während die Energiepreise weiterhin stark fallen (-6,2 %), erklärt der Anstieg der Lebensmittelpreise (+0,6 %, darunter +3,8 % für Frischwaren) und der Dienstleistungen (+2,3 %, insbesondere Versicherungen) die allgemeine Stabilität des Index. Auf Monatssicht betrug der Preisanstieg +0,2 %.

Essen rauf, Energie runter

Nach zwei Jahren rasant steigender Preise sanken die Strompreise im Februar für mehr als 15 Millionen Haushalte um durchschnittlich 24 Prozent. Dies ist das erste Mal seit zehn Jahren und trägt maßgeblich zum Rückgang der Inflation bei. Im Nahrungsmittelsektor hingegen ist eine leichte Erholung zu verzeichnen, die mit den gestiegenen Produktionskosten im Agrar- und Lebensmittelsektor zusammenhängt. Das INSEE weist auch auf einen Rückgang der Preise für Industrieprodukte hin (-0,2 % im Jahresverlauf), trotz eines leichten monatlichen Anstiegs bei Kleidung und Schuhen.

Ein nachhaltiger Trend?

Nach Angaben der Banque de France wird die Inflation in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich moderat bleiben und für 1,3 bei 2025 % liegen. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für europäische Vergleiche verwendet wird, ist auf Jahressicht ebenfalls stabil und liegt bei +0,9 %. Der Höhepunkt der Inflation scheint nun hinter uns zu liegen, auch wenn bestimmte Produktkategorien, wie etwa Lebensmittel, weiterhin unter Beobachtung stehen.