Canal+ hat eine schärfere Haltung gegenüber Filmschaffenden eingenommen, die den offenen Brief unterzeichnet haben, in dem sie Vincent Bollorés Einfluss in der Branche kritisieren. Der CEO des Senders, Maxime Saada, gab bekannt, dass Canal+ nicht länger mit den Unterzeichnern dieses Textes zusammenarbeiten möchte. Der Text war kurz vor den Filmfestspielen von Cannes veröffentlicht worden und wurde von dem Kollektiv initiiert. „Zapper Bolloré“Das Forum brachte fast 600 Filmprofis zusammen, darunter Juliette Binoche, Adèle Haenel, Swann Arlaud, Jean-Pascal Zadi, Blanche Gardin, Raymond Depardon und Arthur Harari.
"Das ist die Grenze." Canal+ übernimmt die Verantwortung für die Unterbrechung
Maxime Saada begründete diese Entscheidung mit der Härte der gegen die Gruppe verwendeten Sprache. Seiner Ansicht nach wurde Canal+ als Struktur „Kryptofaschistisch“ Dies macht eine normale berufliche Beziehung unmöglich. Er prangerte zudem mangelnden Respekt gegenüber den Teams von Canal+ an und betonte, dass diese seit Jahren eine Vielzahl französischer Filme finanzieren und unterstützen. Für Canal+ ging Vincent Bollorés politische oder ideologische Kritik zu weit, als er den Sender, seine Teams und dessen Rolle in der Filmfinanzierung direkt angriff. Die Konsequenzen scheinen vollkommen logisch!
Ein Machtkampf im Zentrum der Filmfinanzierung
Diese Erklärung hat erhebliches Gewicht, da Canal+ weiterhin eine zentrale Rolle im französischen Kino spielt. Seit Jahrzehnten investiert der Pay-TV-Sender massiv in Filmproduktion und Vorverkäufe und ist damit eine der wirtschaftlichen Säulen der Branche. Der angekündigte Bruch mit den Unterzeichnern des offenen Briefes könnte daher sehr reale Konsequenzen für bestimmte Projekte haben: Zugang zu Finanzierung, Vertrieb, Reichweite, Koproduktionen oder die Zusammenarbeit mit StudioCanal.
Die Unterzeichner prangern einen ideologischen Griff an
Zur Erinnerung: Das Manifest „Zapper Bolloré“ wirft Vincent Bolloré vor, eine kulturelle und ideologische Bedrohung für das französische Kino darzustellen. Die Unterzeichner sehen darin die Gefahr einer Homogenisierung, eines Drucks auf die Kreativität und einer zunehmenden Abhängigkeit von einer Gruppe, deren politische Ausrichtung sie ablehnen.
Canal+ verteidigt seine Bilanz und seine historische Rolle
Als Reaktion auf die Vorwürfe betont Canal+ sein finanzielles Engagement für das französische Kino und die Vielfalt der von ihm geförderten Filme. Maxime Saada wies darauf hin, dass viele aktuelle Filme, darunter anspruchsvolle oder sozialkritische Werke, ohne die Unterstützung des Senders unter den gleichen Bedingungen nicht entstanden wären. Dem ist schwer zu widersprechen.
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