Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat gegen Google eine historische Geldstrafe von 325 Millionen Euro wegen neuer Verstöße im Zusammenhang mit der Cookie-Verwaltung und gezielter Werbung verhängt. Die französische Datenschutzbehörde prangerte die „Nachlässigkeit“ des amerikanischen Riesen an, der bereits 2020 und 2021 wegen ähnlicher Verstöße mit Geldstrafen belegt wurde.
Eine schwere und wiederholte Haftung
Die Kommission betont, dass Google seinen Verpflichtungen hinsichtlich der Nutzereinwilligung, insbesondere hinsichtlich der Erhebung und Nutzung von Browserdaten für Werbezwecke, nicht nachgekommen sei. Sie weist darauf hin, dass das Unternehmen bereits mehrfach wegen dieser Praktiken mit Geldstrafen belegt worden sei, sich seitdem aber keine wesentlichen Verbesserungen eingestellt hätten. Dieser wiederholte Verstoß veranlasste die CNIL, eine beispiellose Geldstrafe zu verhängen, um einen Akteur zu treffen, dem vorgeworfen wurde, die Einhaltung der Vorschriften zu verzögern.
Eine Warnung für die gesamte Digitalbranche
Der Fall verdeutlicht den Willen der europäischen Regulierungsbehörden, ihre Haltung gegenüber digitalen Giganten, die wiederholt Datenschutzbestimmungen missachten, zu verschärfen. Die CNIL ist der Ansicht, dass Nutzer eine echte Wahl haben müssen und Unternehmen verpflichtet sind, diesen Prozess klar, fair und transparent zu gestalten. Mit dieser Verurteilung wird Google erneut aufgefordert, seine Praktiken anzupassen, andernfalls drohen zusätzliche Sanktionen. Die Botschaft ist klar: Die Geduld der Behörden mit den Verzögerungen und Verzögerungstaktiken der Plattformen ist erschöpft.