Ein 23-jähriger Mann wurde in der französischen Region Landes nach einem brutalen Angriff auf ein schwules Paar in Mont-de-Marsan am Heiligabend festgenommen. Der Verdächtige gestand die Tat, die sich auf einem Parkplatz in einem Wohngebiet ereignete und bei der beide Opfer schwer verletzt wurden. Die Ermittlungen laufen, und LGBT+-Rechtsorganisationen haben dem Paar ihre Unterstützung zugesagt. Laut Ermittlern ereignete sich der Angriff am Abend des 25. Dezembers. Der Verdächtige fuhr auf einem Parkplatz, als ihn das Paar (37 und 48 Jahre alt) verbal ansprach und ihn bat, in der Nähe ihres Fahrzeugs vorsichtig zu sein. Diese Bemerkung provozierte eine sofortige und gewalttätige Reaktion. Der Mann soll mehrere homophobe Beleidigungen ausgestoßen haben, bevor er die beiden Insassen des Wagens körperlich angriff. Eines der Opfer wurde zu Boden geworfen und anschließend geschlagen und getreten. Medizinische Untersuchungen ergaben einen Nasenbeinbruch und mehrere Schnittwunden. Sein Partner, der versucht hatte, ihn zu schützen, wurde ebenfalls angegriffen. Er erlitt einen Fingerbruch, Prellungen und anhaltende Hüftschmerzen. Beide Männer erstatteten am folgenden Tag Anzeige bei der Polizei.
Ein betrunkener Verdächtiger und anhaltende Gewalt bis zum Eingreifen der Polizei.
Anwohner, die durch die Gewalttaten am Tatort aufmerksam geworden waren, alarmierten die Polizei. Bei ihrer Ankunft versuchten die Beamten, den Verdächtigen festzunehmen, der daraufhin die Flucht ergriff. Laut der Landes Nationalpolizei konnte der Mann nur mit Mühe überwältigt werden und biss dabei einen der Beamten. Tests ergaben einen Blutalkoholwert von 0,9 mg pro Liter Ausatemluft. Im Verhör gestand der junge Mann alle Anklagepunkte. Er sei nicht vorbestraft, erklärte die Staatsanwaltschaft von Mont-de-Marsan. Aufgrund des Geständnisses wurde der Fall zur Verhandlung einer Strafmilderung freigegeben. Der Verdächtige wird voraussichtlich in den kommenden Wochen vor Gericht stehen. Die Anklagepunkte umfassen schwere Körperverletzung, homophobe Beleidigungen und Straftaten unter Alkoholeinfluss.
Der Anschlag löste sowohl lokal als auch darüber hinaus starke Emotionen aus.
Die Organisation „Stop Homophobia“ hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Gewalttat verurteilt und sie als schweren Angriff auf die Würde und Sicherheit der Betroffenen bezeichnet. Die Organisation betont, dass diese Art von Übergriff, der sich in einem alltäglichen Umfeld ereignete, die anhaltende Gewalt gegen gleichgeschlechtliche Paare verdeutlicht. Die Organisation erklärte außerdem, sie unterstütze die Opfer in ihren rechtlichen, medizinischen und psychologischen Angelegenheiten und unterstrich die Wichtigkeit einer umfassenden Betreuung nach einem solchen Trauma. Sie fordert ein entschiedenes rechtliches Vorgehen und erhöhte Wachsamkeit gegenüber homophober Gewalt. Die Ermittlungen zur Aufklärung aller Umstände des Angriffs dauern an. Die Justizbehörden bekräftigen, dass Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung eine schwere Straftat darstellt und mit entsprechenden Strafen geahndet wird.