Ein australisches Gericht hat den Bergbaukonzern Fortescue zur Zahlung von umgerechnet 108 Millionen US-Dollar an eine Aborigine-Gemeinschaft verurteilt. Grund dafür ist die Zerstörung ihres angestammten Landes im Westen des Landes. Das Bundesgericht urteilte, dass die industriellen Aktivitäten in der Pilbara-Region den Yindjibarndi erheblichen kulturellen Schaden zugefügt hätten. Ihre heiligen Stätten seien durch den Bergbau zerstört oder schwer beschädigt worden.
Das Urteil beschreibt die Errichtung umfangreicher industrieller Infrastruktur auf diesen Gebieten, darunter mehrere Tagebauminen, eine Eisenbahnlinie, Mülldeponien und ein Absetzbecken. Berichten zufolge wurden mehr als hundert geschützte indigene Stätten durch die Anlagen des als „Solomon“ bekannten Bergbaukomplexes vollständig zerstört oder überdeckt.
Eine wegweisende Entscheidung zum Thema Kulturschäden
Das Gericht unterschied zwischen dem wirtschaftlichen Wert des Landes und dem kulturellen Schaden, der der indigenen Bevölkerung entstanden ist. Während die Entschädigung für das Land relativ gering ausfällt, bezifferte das Gericht den spirituellen und kulturellen Schaden separat auf rund 150 Millionen australische Dollar – eine der höchsten Entschädigungen, die jemals in Australien für die Rechte indigener Völker zugesprochen wurden.
Dieser Fall ereignet sich inmitten verschärfter Spannungen im Zusammenhang mit dem Bergbau in Australien, wo in den letzten Jahren mehrere Industriekonzerne beschuldigt wurden, heilige Stätten der Aborigines beschädigt zu haben. Indigene Gruppen fordern seit Langem einen stärkeren Rechtsschutz gegen die Interessen großer Bergbauunternehmen, insbesondere in Regionen mit reichen strategischen Mineralien.
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