Sturm Nils hat in Frankreich ein zweites Todesopfer gefordert, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon am Freitagmorgen mitteilte. Der Tod ereignete sich im Département Tarn-et-Garonne. Ersten Berichten zufolge befand sich die Person zum Zeitpunkt des Unglücks auf einer Leiter im Garten. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
Am Donnerstag wurde in der Region Landes bereits der erste Todesfall registriert: Ein 55-jähriger Lkw-Fahrer kam ums Leben, nachdem ein Ast seine Windschutzscheibe durchschlagen hatte. Die vorläufigen Opferzahlen umfassen außerdem fünf Schwerverletzte und 21 Leichtverletzte. Der Sturm führte zu rund 4.500 Rettungseinsätzen.
Nach den Stürmen kommt die Gefahr von Überschwemmungen.
Die Lage ist weiterhin angespannt: Enedis gab am Freitagmorgen bekannt, dass noch immer 450.000 Haushalte ohne Strom sind, vorwiegend in Nouvelle-Aquitaine (292.000) und Okzitanien (153.000). Der Betreiber behauptet, die Stromversorgung für die Hälfte der ursprünglich 900.000 betroffenen Kunden wiederhergestellt zu haben; dafür seien 3.000 Einsatzkräfte mobilisiert worden.
Obwohl Sturm Nils das Land nicht mehr direkt mit Windgeschwindigkeiten beeinflusst, bleibt die Hochwasserlage kritisch. Gironde und Lot-et-Garonne befinden sich weiterhin in Alarmbereitschaft (Rot), und der Fluss Garonne wird genau überwacht: Vigicrues warnt vor einem weiteren Anstieg des Wasserstands und vor erheblichen Überschwemmungen, insbesondere in den Abschnitten Marmande und Gironde.