UNTERNEHMEN Dramen und Katastrophen

Waldbrände in der Gironde: Die Hitze droht, die Flammen erneut zu entfachen, Macron beruft ein Krisenteam ein

Waldbrände in der Gironde: Die Hitze droht, die Flammen erneut zu entfachen, Macron beruft ein Krisenteam ein
Waldbrände in der Gironde: Die Hitze droht, die Flammen erneut zu entfachen, Macron beruft ein Krisenteam ein

Nach einer als „weitgehend stabil“ eingestuften Nacht bleiben die Behörden angesichts der seit Mittwoch in der Gironde wütenden Brände in höchster Alarmbereitschaft. Rund 42.000 Hektar Land wurden bereits zerstört, und mehrere Tausend Feuerwehrleute kämpfen weiterhin gegen die beispiellosen und besonders unberechenbaren Flammen. Regenfälle brachten in der Nacht von Sonntag auf Montag eine kurze Atempause. Der vorhergesagte Temperaturanstieg schürt jedoch die Sorge vor einer weiteren Eskalation in den kommenden Stunden. Météo-Frankreich Es wird eine Hitzewelle im Südwesten ab Dienstag erwartet, bei der die Höchsttemperaturen 40°C erreichen werden.

Eine ruhigere Nacht, aber keine dauerhafte Erholung.

Der Präfekt von GirondeSophie Brocas meldete über Nacht eine „weitgehend stabile“ Lage. Örtlicher Regen verlangsamte vorübergehend das Vordringen der Flammen und erleichterte die Arbeit der Einsatzkräfte am Boden. Diese Stabilisierung ist jedoch weiterhin fragil. Feuerwehrleute befürchten ein Wiederaufflammen bereits eingedämmter Brände sowie das Entstehen neuer Feuer in Gebieten, die durch tagelange Brände extrem ausgetrocknet sind. Der Wind soll zwar etwas schwächer werden, doch die trockenere Luft und die höheren Temperaturen könnten die Ausbreitung der Flammen beschleunigen. Die Einsatzkräfte sind besonders besorgt über einen weiteren „Feuersturm“, der nachts, wenn Löschflugzeuge und Hubschrauber weniger verfügbar sind, besonders gefährlich ist.

Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen einen unberechenbaren Brand

Seit mehreren Tagen sind Tausende Feuerwehrleute im Einsatz. Sie werden von Militärangehörigen, Landwirten und Anwohnern unterstützt, die trotz Evakuierungen in der Region geblieben sind. Am Sonntag kämpften die Einsatzkräfte die fünfte Nacht in Folge gegen die Flammen. Das Feuer war noch immer etwa 15 Kilometer vom Großraum Bordeaux entfernt und bedrohte mehrere Ortschaften und die Infrastruktur unmittelbar. Das unwegsame Gelände, die ausgetrocknete Vegetation und die wechselnde Windrichtung erschweren die Löscharbeiten erheblich. Die Feuerwehrleute müssen gleichzeitig Wohnhäuser schützen, die Hauptbrandfronten eindämmen und die bereits betroffenen Gebiete überwachen.

42.000 Hektar seit Mittwoch verwüstet.

Seit Mittwoch haben Waldbrände im Département Gironde rund 42.000 Hektar Land zerstört. Das Ausmaß der Schäden wird weiterhin ermittelt, da mehrere Gebiete evakuiert und Häuser beschädigt wurden. Das Département ist mit einem Brand von außergewöhnlichem Ausmaß konfrontiert. Die Rettungskräfte setzen ihre Erkundungsfahrten in den betroffenen Gebieten fort, um den Zustand von Häusern, landwirtschaftlichen Betrieben und Straßen zu überprüfen. Die Nähe des Feuers zum Großraum Bordeaux erfordert einen massiven Einsatz. Die Behörden bitten die Bevölkerung, die Zugangsbeschränkungen zu beachten und evakuierte Gebiete nicht zu betreten.

Sommerlager in der Gironde abgesagt

Die Präfektur hat die Aussetzung aller Sommerlager im Departement angeordnet. Diese Maßnahme betrifft Gruppenaktivitäten für Minderjährige mit Übernachtung, Freizeiteinrichtungen, die mindestens eine Übernachtung anbieten, sowie Pfadfinderausflüge. Auch behindertengerechte Lager sind untersagt. Ziel dieser Entscheidung ist es, weitere Evakuierungen zu verhindern und die Anzahl der Menschen in potenziell von den Flammen bedrohten Gebieten zu reduzieren. Veranstalter müssen die betroffenen Lager absagen oder verlegen. Familien werden gebeten, sich direkt mit den jeweiligen Anbietern in Verbindung zu setzen, um Informationen zur Heimreise oder zu alternativen Unterkünften zu erhalten.

Bis zu 40°C im Südwesten erwartet

Die größte Sorge gilt nun einer neuen Hitzewelle. Ab Dienstag könnten die Temperaturen in mehreren Gebieten Südwestfrankreichs 40 °C erreichen. Dieser plötzliche Temperaturanstieg birgt die Gefahr, dass Boden und Vegetation weiter austrocknen. Selbst wenn der Wind voraussichtlich etwas nachlässt, bleiben die Bedingungen für die Ausbreitung von Bränden extrem günstig. Die nächsten Stunden sind daher entscheidend. Die Einsatzkräfte arbeiten daran, die bereits eingedämmten Gebiete zu sichern, bevor die Hitze die Löscharbeiten noch weiter erschwert.

Emmanuel Macron beruft ein Krisenteam ein

Emmanuel Macron Präsident Macron wird am Montag um 10:00 Uhr im Innenministerium eine ressortübergreifende Krisensitzung zu den Bränden in Frankreich leiten. Bei diesem Treffen soll der Verlauf der verschiedenen Brände, der Einsatz von Ressourcen, der zusätzliche Bedarf der Rettungsdienste und der Schutz der Bevölkerung erörtert werden. Anschließend nimmt der Präsident an weiteren Sitzungen zu den betroffenen Wirtschaftszweigen teil. Landwirtschaft, Tourismus, Forstwirtschaft und lokale Unternehmen leiden bereits unter den Folgen der Brände. Das volle Ausmaß der Schäden lässt sich erst nach Sicherung der Gebiete und Abschluss der Erkundungsmaßnahmen feststellen.

Die Region Gironde wartet auf Wetterinformationen.

Der nächtliche Regen brachte zwar etwas Erleichterung, reicht aber nicht aus, um die Gefahr zu bannen. Die Behörden bleiben aufgrund der Gefahr von Wiederaufflammungen und der erwarteten Temperaturen von fast 40 °C in höchster Alarmbereitschaft. Die Feuerwehrleute setzen ihre Bemühungen fort, ein Übergreifen der Flammen auf neue Gebiete und ein Annähern an den Großraum Bordeaux zu verhindern. Die Lage wird weiterhin sehr genau überwacht.

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