Die Bergungsarbeiten für den am Freitagabend nahe Rouen entgleisten Zug beginnen am Dienstag mithilfe von Kränen, wie ein Sprecher der SNCF Réseau am Montag mitteilte. Die Arbeiten, die durch den Zustand der Unfallstelle und die Beschädigung der Ausrüstung erschwert werden, werden voraussichtlich mindestens eine Woche dauern.
Die Vorbereitungsarbeiten begannen am Sonntag. Dazu gehörte das Entfernen von Gestrüpp, um den Zugang für Spezialteams und -geräte zu ermöglichen. Die Anhebung der Gleise ist nun der nächste Schritt, bevor die Bahninfrastruktur wiederhergestellt werden kann.
Ein Schienenstück im Zentrum der Ermittlungen
Bei dem Unfall wurden 44 Menschen verletzt, darunter eine 18-jährige Frau, die schwere Verletzungen erlitt. Laut Staatsanwaltschaft könnte ein auf den Gleisen liegendes Schienenstück die Entgleisung verursacht haben. Die Umstände, unter denen dieses Schienenstück auf die Gleise gelangte, sind jedoch weiterhin unklar.
Die Untersuchung zur genauen Ursache der Entgleisung und zur Herkunft des Schienenfragments dauert an. Die Bergungsarbeiten sollen zudem die schrittweise Räumung des Unfallgebietes ermöglichen und die nach dem Unfall durchgeführten technischen Untersuchungen erleichtern.
