Wie soeben bekannt wurde, kam es am 13. Februar im Haus der Eltern des Schauspielers Gaspard Ulliel (der 2022 im Alter von 37 Jahren bei einem tragischen Skiunfall ums Leben kam) im 2. Arrondissement von Paris zu einem brutalen Überfall. Gegen 9:20 Uhr drangen drei Männer, die sich als Lieferanten ausgaben, in die Wohnung ein. Sobald die Tür geöffnet war, wurde Gaspard Ulliels Vater wiederholt geschlagen und mit einem Hammer bedroht. Seine Frau, die sich in einem anderen Zimmer aufhielt, blieb unverletzt.
Eine Beute im Wert von mehreren hunderttausend Euro
Die Angreifer durchwühlten die gesamte Wohnung und flüchteten anschließend mit Schmuck und Luxusuhren im Wert von schätzungsweise 250.000 Euro. Ein Komplize soll während des Raubüberfalls in den Gemeinschaftsräumen Wache gehalten haben. Der außergewöhnlich brutale Angriff dauerte mehrere Minuten und sorgte in der Nachbarschaft für große Bestürzung.
Vier Männer verhaftet
Mithilfe von Videoaufnahmen und Telefondaten konnten die Ermittler die Täter schnell identifizieren. Vier Männer im Alter von 18 bis 41 Jahren wurden in Paris und Umgebung festgenommen. Ihnen wird bewaffneter Raubüberfall im Rahmen einer organisierten Bande vorgeworfen, und sie befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen müssen nun klären, ob die Tat geplant war und ob es weitere Komplizen gab.
Eine immer weiter verbreitete Methode
Diese Art von Angriff, bei dem sich die Täter als Lieferfahrer oder Verkäufer ausgeben, um ihre Opfer zu täuschen, ist Teil eines Wiederauflebens dieser Vorgehensweise in Frankreich. Kriminelle Banden nutzen diese Techniken, um in Häuser einzubrechen und Wertgegenstände zu stehlen, wobei sie es vor allem auf Privatpersonen in Großstädten abgesehen haben.