Amy Winehouse: Klage ihres Vaters vom High Court in London im Streit um den Verkauf persönlicher Gegenstände abgewiesen
Amy Winehouse: Klage ihres Vaters vom High Court in London im Streit um den Verkauf persönlicher Gegenstände abgewiesen

Britische Gerichte haben die Klage von Mitch Winehouse gegen Naomi Parry und Catriona Gourlay im Zusammenhang mit dem Verkauf von Kleidung und Accessoires seiner Tochter Amy Winehouse abgewiesen. Der Vater der Sängerin argumentierte, ihm sei durch die Versteigerung mehrerer persönlicher Gegenstände seiner Tochter Unrecht getan worden. Laut Urteil des High Court in London konnte er das Gericht mit seinen Argumenten nicht überzeugen.

Der Verkauf von fast 150 Stücken stand im Mittelpunkt des Falls.

Mitch Winehouse hatte Naomi Parry, Amy Winehouses ehemalige Stylistin, und Catriona Gourlay, eine enge Freundin der Sängerin, verklagt. Er warf ihnen vor, zwischen November 2021 und Mai 2023 rund 150 Kleidungsstücke und Accessoires der Künstlerin verkauft zu haben. Er argumentierte, der Erlös hätte ihm zustehen müssen. Ein Drittel davon hätte seiner Ansicht nach an die Amy Winehouse Foundation gespendet werden müssen, die sich für benachteiligte Jugendliche einsetzt. Der Erlös wurde auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt, während eine frühere Schätzung des Gerichts bei etwa 840.000 Euro lag.

Der Richter schloss jegliche vorsätzliche Verschleierung aus.

In ihrem am Montag verkündeten Urteil stellte Sarah Clarke, Richterin am High Court in London, fest, dass Naomi Parry und Catriona Gourlay die fraglichen Gegenstände nicht absichtlich vor Mitch Winehouse verheimlicht hatten. Sie berücksichtigte zudem, dass er, selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, die Existenz dieser Gegenstände bei angemessener Sorgfalt hätte entdecken können. Die Richterin hob außerdem die langjährige und enge Beziehung zwischen Amy Winehouse und den beiden Frauen hervor.

Anfechtbare Auktionen und eine als irreführend eingestufte Version

Bei der Anhörung Ende Januar argumentierte Henry Legge, Mitch Winehouses Anwalt, sein Mandant sei zwar über einen Verkauf informiert worden, dieser sei ihm aber als Verkauf einiger weniger, unbedeutender Gegenstände dargestellt worden. Laut Legge war diese Darstellung grob irreführend. Zu den verkauften Gegenständen gehörten eine schwarze Armani-Tasche, mehrere Kleider, die Amy Winehouse während ihrer letzten Tournee im Juni 2011 getragen hatte, sowie Ohrringe. Mitch Winehouse beteuerte, Naomi Parry und Catriona Gourlay hätten die Situation schlichtweg ausgenutzt.

Die Verteidigung verweist auf gespendete oder geliehene Gegenstände.

Zu seiner Verteidigung argumentierte Catriona Gourlays Anwalt, Ted Loveday, dass viele der Gegenstände von Amy Winehouse an die beiden Frauen verschenkt oder geliehen worden seien, räumte aber ein, dass es hierfür keine formellen Beweise gebe. Naomi Parrys Anwältin, Beth Grossman, betonte ihrerseits die unterschiedlichen finanziellen Verhältnisse von Mitch Winehouse, der zugab, dank der Erbschaft seiner Tochter Multimillionär geworden zu sein, und Naomi Parry und Catriona Gourlay.

Naomi Parry begrüßt eine Entscheidung, die die Angelegenheit richtigstellt.

Nach dem Urteil begrüßte Naomi Parry die Entscheidung, die ihrer Ansicht nach die Angelegenheit klarstellte. Sie erinnerte sich an ihre Zusammenarbeit mit Amy Winehouse als Freundin, kreative Partnerin und Kostümbildnerin und erklärte, ihre Beziehung habe auf Vertrauen, Loyalität und einem echten Engagement für ihre gemeinsame Arbeit beruht.

Amy Winehouse bleibt auch 15 Jahre nach ihrem Tod in aller Erinnerung.

Amy Winehouse zählt bis heute zu den prägendsten Stimmen des britischen Soul. Unverwechselbar durch ihre einzigartige Stimme, ihr tätowiertes Pin-up-Image und eine ebenso kometenhafte wie chaotische künstlerische Karriere, starb sie am 23. Juli 2011 im Alter von 27 Jahren an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. Ihr Tod befeuert weiterhin das Interesse an ihrem künstlerischen Erbe sowie an der Verwaltung ihres Nachlasses und ihres Andenkens.

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