Google hat eine neue Sicherheitsfunktion in den Google Play Services vorgestellt, die dem Abschnitt „Sicherheit und Datenschutz“ hinzugefügt wurde und es Android-Telefonen ermöglicht, automatisch neu zu starten, nachdem sie drei Tage hintereinander ausgeschaltet waren, so TechCrunch.
Nach der Aktivierung versetzt diese Funktion das Telefon in einen Sicherheitsmodus namens „BFU“ (Before First Unlock). Nicht zu verwechseln mit einem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen, bei dem alle Daten vom Gerät gelöscht werden. Im BFU-Modus werden Telefondaten verschlüsselt und biometrische Anmeldemethoden wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung deaktiviert. Das Entsperren des Telefons kann dann nur durch Eingabe des PIN-Codes des Benutzers erfolgen.
Obwohl ein einfacher Neustart keine große Sicherheitsmaßnahme zu sein scheint, spielt er eine entscheidende Rolle beim Schutz der Daten. Wenn der Benutzer sein Gerät einschaltet, werden einige Daten entschlüsselt, was den späteren Zugriff erleichtern könnte. Sobald das Gerät jedoch ausgeschaltet oder neu gestartet wird, kehrt es automatisch in den BFU-Modus zurück, wodurch alle Daten verschlüsselt und ohne das Kennwort praktisch unzugänglich werden.
Es ist erwähnenswert, dass Apple in iOS 18.1 bereits eine ähnliche Funktion namens „Neustart im Leerlauf“ eingeführt hat, die das iPhone nach vier Tagen Inaktivität neu startet. In der Vergangenheit nutzten einige Behörden während ihrer Ermittlungen ausgeschaltete (und unverschlüsselte) Telefone, um auf Daten zuzugreifen. Diese neue Maßnahme erschwert diese Methode nun sogar für Ermittlungsexperten erheblich.
Es ist klar, dass Apple und Google nun gute Gründe haben, solche Maßnahmen zu ergreifen. Der BFU-Modus erschwert nicht nur den Weiterverkauf gestohlener Smartphones auf dem Schwarzmarkt, sondern hilft auch, den Diebstahl und Missbrauch sensibler Daten für böswillige Zwecke zu verhindern.