Airbus bereitet sich auf die Leitung einer langfristigen strategischen Mission vor. Der europäische Konzern wurde von der französischen Rüstungsagentur (DGA) offiziell ausgewählt, im Rahmen eines achtjährigen Rahmenvertrags alle Cybersicherheitsspezialisten des französischen Verteidigungsministeriums auszubilden. Die 250 Millionen Euro schwere Vereinbarung zielt darauf ab, die Fähigkeiten der französischen Streitkräfte angesichts immer ausgefeilterer digitaler Bedrohungen zu stärken. Herzstück des Programms ist ein Cyberabwehr-Trainingszentrum an der Cyber Defense Command Academy (COMCYBER) in der Nähe von Rennes. Auf dieser Plattform werden die zukünftigen Cyberfighter der Armee in realistische Simulationen eintauchen, die Malware-Angriffe, Denial-of-Service-Angriffe, Datendiebstahl, Desinformationskampagnen und Einflussnahmeoperationen kombinieren.
Lebensgroße Angriffsszenarien zur Vorbereitung von Cyber-Kämpfern
Airbus wird seine CyberRange-Technologien einsetzen, die bereits seit einem Jahrzehnt in Ministerien, sensiblen Unternehmen und Ingenieurschulen eingesetzt werden. Die Übungen beschränken sich nicht auf interne Simulationen. Geplant sind auch gemeinsame und multinationale Szenarien, insbesondere im Rahmen großer Manöver wie Orion oder DefNet. Ziel: die Robustheit der französischen Verteidigung im Rahmen offensiver und defensiver digitaler Operationen zu testen. Um mit den technologischen Innovationen Schritt zu halten, kooperiert Airbus mit Start-ups und KMU, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. Der Konzern festigt damit seine Rolle als Maßstab in der militärischen Cybersicherheit und baut gleichzeitig einen Kompetenzpool zum Schutz der strategischen Interessen Frankreichs im Cyberspace auf.