Pegasus-Fall: Zwei ehemalige NSO-Manager von französischen Behörden befragt
Pegasus-Fall: Zwei ehemalige NSO-Manager von französischen Behörden befragt

Zwei ehemalige Führungskräfte des israelischen Unternehmens hinter der Pegasus-Spionagesoftware wurden von einem französischen Untersuchungsrichter befragt und im Rahmen einer 2022 eingeleiteten Untersuchung als Kronzeugen eingestuft. Dieses Vorgehen folgt internationalen Enthüllungen über den Einsatz dieses Überwachungsinstruments durch mehrere Staaten.

Die Ermittlungen konzentrieren sich insbesondere auf Angriffe auf prominente französische Persönlichkeiten, darunter Politiker, Journalisten und Mitglieder der Zivilgesellschaft. Einige Geräte wurden mutmaßlich infiltriert, wodurch Zugriff auf sensible Daten ermöglicht wurde, was mehrere mutmaßliche Opfer zur Erstattung von Anzeigen veranlasste.

Verantwortlichkeiten, die vom Unternehmen bestritten werden

Die ehemaligen Führungskräfte verteidigten die Position ihres Unternehmens und erklärten, dass es die Nutzung der Software durch seine Kunden nicht kontrolliere. Sie räumten jedoch ein, dass im Falle eines vermuteten Missbrauchs, insbesondere zur Sperrung des Systemzugangs, die Möglichkeit bestehe, auf bestimmte Informationen zuzugreifen.

Laut einem französischen Geheimdienstbericht, der in der Akte enthalten ist, hatte das Unternehmen wahrscheinlich einen umfassenderen Einblick in die über Pegasus durchgeführten Operationen. Die Ermittlungen zur Klärung der genauen Verantwortlichkeiten und der Umstände, unter denen die Software bei den mutmaßlichen Spionageoperationen eingesetzt wurde, dauern an.

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