Eine von sechs französischen Romanen basiert auf einem Buch, wie eine Studie des CNL zeigt
Monte Christo

Die Verbindung zwischen der Welt des Buches und der Welt der Leinwand war in Frankreich noch nie so eng. Einer am Freitag, dem 28. März, vom National Book Center (CNL) veröffentlichten Studie zufolge basiert fast jeder sechste zwischen 2015 und 2023 im Kino oder Fernsehen ausgestrahlte fiktionale Film auf einem literarischen Werk. Diese Zahl steigt auf 17 %, verglichen mit nur 8 % in den Vereinigten Staaten, wo es viel mehr Drehbuchautoren gibt und diese auch besser bezahlt werden. Diese von BearingPoint durchgeführte Umfrage mit dem Titel „Die Verbindung von Buch, Kino und audiovisueller Medien“ beleuchtet ein wachsendes Phänomen, das das CNL als „sichere Wette mit positiven Auswirkungen“ beschreibt: bessere Sichtbarkeit für Autoren, neue Einnahmequellen und positive Auswirkungen auf den Verkauf adaptierter Bücher.

Neuere Romane beliebt, Verlage engagieren sich zunehmend

Während einige Klassiker wie „Der Graf von Monte Christo“ (9 Millionen Besucher im Jahr 2024) weiterhin das Publikum anziehen, basieren 65 % der in den letzten acht Jahren adaptierten Werke auf Büchern, die nach 2001 veröffentlicht wurden. Und der Rebound-Effekt ist real: In 61 % der Fälle steigert die Veröffentlichung eines Films oder einer Serie die Printverkäufe des Originaltitels. Die beliebtesten Genres sind Kinder- und Animationsliteratur (27 %), Biografien (17 %) und Fantasyliteratur wie Science-Fiction oder Fantasy (16 %). Komödien (7 %), Horrorfilme (5 %) und Dokumentarfilme (1 %) sind hingegen nach wie vor kaum betroffen.

Angesichts dieser Nachfrage organisieren sich die Verlage. Viele haben spezielle Anpassungszentren eingerichtet und bieten nun schon lange vor der Veröffentlichung Optionen an. Doch trotz dieser Entwicklungen lässt sich der Erfolg einer Anpassung weiterhin nur schwer vorhersagen. Denn auch wenn aus einem guten Buch ein guter Film werden kann, gibt es dafür keine Garantie, erinnern die befragten Fachleute.