UNTERNEHMENSKULTUR

Schloss Ormesson öffnet zum ersten Mal seine Pforten

Schloss Ormesson öffnet zum ersten Mal seine Pforten
Schloss Ormesson öffnet zum ersten Mal seine Pforten

Das Château d'Ormesson im Val-de-Marne öffnet vom 27. Juli bis zum 4. September erstmals in der Geschichte dieses privaten Anwesens seine Pforten für die Öffentlichkeit. Normalerweise ist es, außer an den Europäischen Tagen des Denkmals, geschlossen. Das Gebäude, das sich seit dem frühen 17. Jahrhundert im Besitz der Familie d'Ormesson befindet, beherbergte im Laufe der Jahrhunderte Persönlichkeiten wie Madame de Sévigné, Denis Diderot und König Mohammed V. von Marokko.

Ein Anwesen aus dem 16. Jahrhundert, das im Besitz derselben Familie geblieben ist

Das Schloss, Ende des 16. Jahrhunderts von Louis Picot, dem Herrn von Santeny, im damaligen Dorf Amboile erbaut, ging 1630 in den Besitz der Familie d'Ormesson über, als André Lefèvre d'Ormesson es nach dem Tod seines Schwiegervaters erbte. Seit 1889 steht es unter Denkmalschutz und wird heute von der Société civile du domaine d'Ormesson verwaltet, der auch die Erben der Familie, darunter Laure und Charles Peugeot, angehören.

Der Schriftsteller und Akademiker Jean d'Ormesson, der von 1973 bis zu seinem Tod im Jahr 2017 Mitglied der Französischen Akademie war, hielt sich in seiner Jugend regelmäßig dort auf, eine Verbindung, die dem Ort eine besondere Bedeutung für Literaturliebhaber verleiht.

Gärten, Kapelle und Erdgeschoss sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Besucher können das Erdgeschoss des Schlosses erkunden, das noch immer so eingerichtet und dekoriert ist wie zu Familienzeiten, sowie die Gärten am Flussufer und die Familienkapelle. Das Anwesen, etwa 40 Minuten von Paris entfernt und mit der RER-Linie A bis Sucy-Bonneuil erreichbar, dient seit 2024 als Drehort für die Fernsehsendung „Le Meilleur Pâtissier“ (Der beste Konditor), die auf M6 ausgestrahlt wird. Daher ist es von März bis Juli, also im restlichen Jahr, nicht zugänglich.

Diese außergewöhnliche und erweiterte Öffnung soll es einer breiteren Öffentlichkeit ermöglichen, eine der ältesten privaten Kulturerbestätten in der Île-de-France zu entdecken, die bisher nur für Gruppenbesuche nach Vereinbarung für mehr als 25 Personen zugänglich war.

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