Mit ihrem schelmischen Lächeln und den spitzen Zähnen sind die Labubu-Puppen zu einem weltweiten Phänomen geworden – so sehr, dass sie ihren Hersteller Pop Mart zu einer wahren Goldgrube gemacht haben. Doch hinter den spektakulären Finanzergebnissen wirft der Erfolg dieser Figuren auch Fragen nach der Stabilität des Geschäftsmodells des Konzerns auf.
Spektakuläre Ergebnisse, erzielt durch eine globale Ikone
Angetrieben vom weltweiten Hype um Labubu, gab PopMart laut einer von der AFP verbreiteten Mitteilung einen Nettogewinn von 12,78 Milliarden Yuan (ca. 1,59 Milliarden Euro) für 2025 bekannt, was einem Anstieg von 308,8 % entspricht. Auch der Umsatz schnellte in die Höhe und erreichte 37,12 Milliarden Yuan (+184,7 %).
Die 2015 vom Künstler Kasing Lung entworfenen, „süß-hässlichen“ Kreaturen haben ein Publikum weit über China hinaus begeistert. Ihre Popularität explodierte 2024 förmlich, als Stars wie Rihanna, Dua Lipa und Lisa von der Gruppe Blackpink begannen, sie als modische Accessoires zu tragen. Die in Überraschungsboxen und teils in limitierten Auflagen verkauften Figuren lösen einen regelrechten Kaufrausch aus, wobei einige seltene Modelle exorbitante Preise erzielen. Bis 2025 wurden weltweit über 100 Millionen Stück verkauft.
Eine riskante Sucht trotz der „Labubu-Manie“
Doch dieser kometenhafte Aufstieg verschleiert eine Schwachstelle: Laut Unternehmensangaben entfällt mehr als ein Drittel des Umsatzes auf die „Monsters“-Reihe – aus der auch Labubu stammt. Diese Konzentration beunruhigt die Anleger, wie der Kurssturz der Aktie um mehr als 22 % an der Hongkonger Börse am 25. März belegt.
„Wir haben unsere Teams wiederholt zur Bescheidenheit ermahnt“, sagte CEO Wang Ning laut AFP in einer Telefonkonferenz und räumte damit indirekt die bevorstehenden Herausforderungen ein. Obwohl der „Labubu-Hype“ stark von sozialen Medien und dem damit verbundenen Hype abhängt, bleibt seine langfristige Tragfähigkeit ungewiss.
Um den Schwung beizubehalten, setzt PopMart bereits auf neue Wachstumstreiber: einen Film in Entwicklung sowie eine geplante Präsenz bei der nächsten FIFA-Weltmeisterschaft. Es bleibt abzuwarten, ob diese Initiativen ausreichen, um aus dem viralen Erfolg ein nachhaltiges Imperium zu machen.
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