Nach mehreren Jahren ohne Kino hat die Stadt Bobigny endlich wieder ein Kino. Ein öffentlicher Kinokomplex mit sechs Sälen öffnet am Mittwoch, dem 11. März, in der Präfektur Seine-Saint-Denis seine Pforten. Schirmherr ist der Schauspieler und Regisseur Jean-Pascal Zadi.
Ein Kino, auf das seit der Schließung des Magic sehnsüchtig gewartet wurde.
Die Stadtverwaltung und die öffentliche Einrichtung Est Ensemble eröffnen eine von den Einwohnern lang ersehnte Kulturstätte. Bobigny war seit der Schließung des Magic im Jahr 2019, eines kleinen Kinos mit zwei Sälen in einem inzwischen abgerissenen Einkaufszentrum, ohne Kino. Jahrelang musste sich die Stadt mit Filmvorführungen von Wanderkinos begnügen.
Das neue Kino, das nach einer Bürgerbefragung den Namen Alice Guy Cinema erhielt, verfügt über sechs Kinosäle und 865 Sitzplätze auf drei Ebenen. Es befindet sich im Stadtzentrum, zwischen Präfektur und Rathaus, und stellt laut AFP eine Investition von 23 Millionen Euro dar. Das Gebäude ist multifunktional konzipiert: Drei Säle können für Live-Aufführungen umgebaut werden, und im Foyer befindet sich ein Café mit Buchhandlung – ein Angebot, das es in der Stadt bisher nicht gab.
Ein breit gefächertes Programm mit Schwerpunkt auf Medienkompetenz
Das Kino möchte ein breites Publikum erreichen, indem es Mainstream-Filme mit Arthouse-Werken mischt. Die Ticketpreise sind mit 4 bis 7 Euro pro Vorstellung erschwinglich gestaltet. Das Projekt umfasst außerdem umfangreiche Jugendarbeit und Medienbildungsprogramme, erklärte Betriebsleiter Victor Courgeon gegenüber Radio France.
Zur Eröffnung wird Jean-Pascal Zadi bei der ersten Vorführung am Mittwoch um 16:30 Uhr anwesend sein. Die Wahl des Schirmherrn ist kein Zufall: Der in Bondy geborene Schauspieler lebt im Est Ensemble und hat bereits in Bobigny gedreht, unter anderem für die beiden Staffeln seiner Serie „En Place“. Die Kampagne zur Eröffnung hat auch Anwohner und mehrere lokale Künstler mobilisiert, darunter den Rapper WaïV und die Dokumentarfilmerin Aïssatou Bathily.