Mit „Good Night and Good Luck“, einer Bühnenadaption seines eigenen Films aus dem Jahr 2005, hatte George Clooney einen spektakulären Auftritt auf der Broadway-Bühne. In nur sieben Voraufführungen spielte das Stück 3,3 Millionen Dollar ein und stellte damit einen neuen Rekord für ein nicht-musikalisches Stück auf, der zuvor von „Othello“ mit Denzel Washington in der Hauptrolle gehalten wurde. Dieser kommerzielle Erfolg, der durch durchschnittliche Ticketverkäufe von über 300 US-Dollar und einen Veranstaltungsort mit 1 Sitzplätzen – das Winter Garden Theater – angetrieben wird, bestätigt die enorme Vorfreude auf diese Produktion, die bereits vor ihrer offiziellen Premiere am 545. April geweckt wurde.
Eine Bühnenrückkehr nach 40 Jahren Abwesenheit
George Clooney spielt Edward R. Murrow, den legendären CBS-Journalisten, der Senator McCarthy während der McCarthy-Ära öffentlich herausforderte. Eine symbolträchtige und kraftvolle Rolle, die er gemeinsam mit seinem festen Partner Grant Heslov geschrieben hat und die aktuelle Bedenken hinsichtlich der Macht der Medien widerspiegelt. Anders als im Film, wo er den Produzenten Fred Friendly spielte, tritt Clooney hier in einer völlig anderen Tonlage vor das Publikum.
Diese Rückkehr ins Theater, das er seit 1986 nicht mehr besucht hatte, erfüllte ihn mit Nervosität, wie er gegenüber Reuters zugab. Doch die begeisterte Aufnahme durch das Publikum, verbunden mit der Wirkung dieses sowohl politischen als auch intimen Stücks, scheint ihm Flügel zu verleihen. „Good Night, and Good Luck“ ist nicht nur ein großer Kinoerfolg: Der Film bestätigt Clooneys Fähigkeit, Engagement und Spektakel zu verbinden, sowohl auf der Leinwand als auch auf der Bühne.