Es war der 27. März: Juri Gagarin stirbt bei einem Flugzeugabsturz
Yuri Gagarin

Am 27. März 1968 starb Juri Gagarin, der 1961 als erster Mensch an Bord der sowjetischen Kapsel Wostok 1 ins All flog, im Alter von 34 Jahren bei einem Flugzeugabsturz. Dieser Kosmonaut bleibt eine emblematische Figur der Eroberung des Weltraums, er wurde zu einem Helden der Sowjetunion und zu einem Symbol des wissenschaftlichen Ansehens seines Landes.

An diesem Tag absolvierte Gagarin in Begleitung des Fluglehrers Vladimir Seryogin einen Trainingsflug in einem MiG-15 UTI-Flugzeug. Um 10:18 Uhr startete die Maschine vom Luftwaffenstützpunkt Chkalovsky bei Moskau. Keine zehn Minuten später bat Gagarin darum, zur Basis zurückkehren zu dürfen, ohne eine Anomalie zu melden. Um 10:31 Uhr brach der Kontakt endgültig ab. Erst am frühen Nachmittag fanden Rettungskräfte die Überreste der Maschine, die in einem Waldstück mehr als 60 Kilometer vom Stützpunkt entfernt abgestürzt war. Der Aufprall war so heftig, dass das Flugzeug einen mehrere Meter tiefen Krater hinterließ. Die Leichen der beiden Männer wurden am nächsten Morgen gefunden.

Es wurden mehrere Untersuchungen durchgeführt, die genauen Unfallursachen blieben jedoch lange Zeit geheim. Der offizielle, teilweise freigegebene Bericht erwähnt ein plötzliches Ausweichmanöver, das zu einem Kontrollverlust führte, wahrscheinlich um einem Wetterballon auszuweichen oder aufgrund von Turbulenzen durch ein anderes Flugzeug in der Gegend. Möglicherweise spielte auch ein Höhenfehler aufgrund ungenauer Wetterdaten eine Rolle. Da es keine endgültige Schlussfolgerung gibt, kursieren viele Hypothesen. Die UdSSR ruft Staatstrauer aus; Gagarins Asche wurde in die Kremlmauer eingelassen, als letzte Ehrerbietung für den Mann, der die Geschichte der Menschheit geprägt hat.